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09.03.2013 | (rsn) – Als Edelhelfer für die Kapitäne Bradley Wiggins und Christopher Froome wurde Richie Porte von Team Sky im vergangenen Jahr verpflichtet. Aber der kleine Australier bekam immer wieder seine Chancen, die er auch nutzte. 2012 etwa gewann Porte - vor Tony Martin – die Algarve-Rundfahrt, und auch in diesem Jahr sieht es so aus, als könnte der 28-Jährige einen frühen Erfolg in einem Mehretappenrennen einfahren.
Porte führt nach seinem gestrigen Sieg bei der einzigen Bergankunft von Paris-Nizza die Gesamtwertung mit recht komfortablen 32 Sekunden Vorsprung auf den US-Amerikaner Andrew Talansky (Garmin-Sharp) an und hat am Wochenende nun beste Chancen, den bisher größten Erfolg seiner Karriere unter Dach und Fach zu bringen.
Dazu muss der Giro-Siebte von 2010 noch die heutige letzte Bergetappe und am Sonntag das abschließende Bergzeitfahren überstehen – dann kann er sich in Nizza als Nachfolger von Wiggins feiern lassen, der als Titelverteidiger diesmal auf einen Start verzichtete und stattdessen derzeit trainiert.
„Ich bin kein schlechter Zeitfahrer und der Col d’Èze (Ziel der letzten Etappe, d. Red.) ist ganz in der Nähe meines Zuhauses (in Monaco, d. Red.). Aber es gibt ja noch den Samstag, das könnte auch noch eine schwierige Etappe werden“, beurteilte Porte zurückhaltend seinen Aussichten. Allerdings kann der Rundfahrtspezialist auf das wohl stärkste Team im Feld bauen – was sich auch am Freitag zeigte, als Porte noch zwei Helfer an seiner Seite hatte, als Talansky längst auf sich allein gestellt war. Dieses Vorteils ist sich auch Porte bewusst. „Wir haben ein starkes Team mit einigen smarten Jungs. Aber noch ist es nicht vorbei“, mahnte er.
Sollte Porte der Coup in Nizza gelingen, würde das nichts an seiner Rolle im Team ändern – darüber ist sich der ehemalige Saxo Bank-Profi auch im Klaren. Im Mai wird er beim Giro d’Italia wieder in die Rolle des Helfers schlüpfen und – wie übrigens auch Christian Knees - Wiggins beim Unternehmen Giro-Sieg unterstützen.
An die Italien-Rundfahrt hat Porte übrigens gute Erinnerungen, denn gleich bei seinem Debüt im Jahr 2010 sicherte er sich das Trikot des besten Nachwuchsfahrers. „Ich mag den Giro“, sagte Porte – und trotzdem wird er diesmal in die zeite Reihe treten. „Als ich mit Dave Brailsford (Teamchef, d. Red.) über meinen Wechsel zu Sky sprach, war klar, dass ich Brad und Chris helfen würde und genau das habe ich getan. Ich habe kein Problem damit“, erklärte der Träger des Gelben Trikots, der aber zumindest heute und morgen noch als Kapitän antreten wird.
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