Berliner gewinnt Auftakt der Tour du Loir et Cher E Provost

Thömel vollendet die Vorarbeit seiner Teamkollegen

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Tino Thömel und NSP-Ghost gehen mit großen Ambitionen in die Saison 2013. | Foto: GL Sportfoto

10.04.2013  |  (rsn) – Tino Thömel (NSP-Ghost) war zum Auftakt der Tour du Loir et Cher E Provost (Kat. 2.2) nicht zu stoppen. Der 24 Jahre alte Berliner entschied am Mittwoch die 1. Etappe der französischen Rundfahrt über 173 Kilometer von Blois nach Nouan-le-Fuzelier im Sprint vor dem Belgier Timothy Dupont (Ventilair – Steria) und dem Franzosen Yannis Yssaad für sich (CM Aubervilliers –BigMat) und feierte seinen zweiten Saisonerfolg. Nicoldemus Holler (Thüringer Energie Team) kam auf Platz 13.

  „Es lief alles super, wenn man gewonnen hat, ist ja in der Regel nie was schief gegangen", kommentierte Thömel gegenüber Radsport News seinen Coup, mit dem er auch das Gelbe Trikot des Gesamtführenden der fünftägigen Rundfahrt übernahm, die er 2010 als Gesamtdritter beendete. „Ich denke, wir werden alles versuchen, um die Rundfahrt zu gewinnen. Hier geht es um jede Sekunde“, meldete Thömel Ambitionen auf die Gesamtwertung an, die er nun mit vier Sekunden Vorsprung auf Dupont anführt. Auch in der Punktewertung liegt der NSP-Sprinter vorn.

„Das war ein perfekter Auftritt des gesamten Teams", freute sich Thömels Sportlicher Leiter Lars Wackernagel. „Im Finale haben die Jungs alles richtig gemacht, Tino in eine super Ausgangsposition gefahren, er musste nur noch gewinnen."

Mitte März hatte Thömel die abschließende 6. Etappe der Tour de Normandie gewonnen und seinem Team den ersten Sieg in diesem Jahr beschert.

Beim sehr nervösen Rundfahrt-Auftakt zeigte sich Thömels Team immer auf der Höhe des Geschehens. Als sich nach einem frühen Sturz eine rund 30 Mann starke Gruppe absetzen konnte, waren gleich vier NSP-Fahrer mit von der Partie. Doch da sich die Ausreißer nicht einig waren, konnten die Verfolger wieder aufschließen.

Auch eine spätere, dreiköpfige Spitzengruppe, die zwischenzeitlich fünf Minuten vor dem Feld fuhr, wurde auf der Zielrunde wieder eingeholt. Thömels Helfer zogen im Finale ihrem Kapitän mustergültig den Sprint an und lieferten ihn an vorderer Position ab. „Ich bin 400 Meter vor dem Ziel als Dritter um die Kurve und musste das Werk ‚nur’ noch vollenden“, lobte der Etappengewinner seine Teamkollegen.

Überschattet wurde die 1. Etappe zudem noch von einem Massensturz auf den letzten zwei Kilometern.


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