„So viele Siege wie möglich einfahren"

Machado nimmt bei NetApp-Endura einen neuen Anlauf

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Tiago Machado (NetApp-Endura) | Foto: NetApp-Endura

20.01.2014  |  rsn) – Nach vier Jahren bei RadioShack nimmt Tiago Machado beim Team NetApp-Endura einen neuen Anlauf. Der Portugiese zeigte als Neoprofi eine bärenstarke Saison 2010, stagnierte aber in den darauf folgenden Jahren. Nun will Machado beim deutschen Zweitdivisionär erfolgreicher als zuletzt agieren. „Meine ersten Eindrücke vom Team und der ganzen Organisation sind sehr positiv“, sagte der Rundfahrtspezialist im Gespräch mit radsport-news.com.

Bei seinem bisherigen Arbeitgeber scheint sich Machado zuletzt nicht mehr wirklich wohl gefühlt zu haben. „Ich möchte nicht mehr über die Vergangenheit sprechen und nach vorne schauen. Es war an der Zeit, einen neuen Weg einzuschlagen“, blieb der 28-Jährige allerdings im Allgemeinen.

Seinen ersten Renneinsatz wird Tiago Machado, der derzeit mit seinem Team auf Mallorca trainiert, Anfang Februar bei der Mallorca-Challenge haben. Danach geht es mit der Algarve-Rundfahrt, der Clasica Almeria und der Murcia-Rundfahrt weiter, ehe mit Tirreno-Adriatico im März sein erster WorldTour-Wettbewerb ansteht. „Ich will das Rennen nicht als großes Ziel ausgeben. Ich versuche dort, einfach mein Bestes zu geben“, meinte Machado mit Blick auf die italienische Fernfahrt.

Auf dem Papier ist der Neuzugang hinter dem Tschechen Leopold König der zweitstärkste Rundfahrer bei NetApp-Endura. In den vergangenen Jahren konnte er zahlreiche Spitzenergebnisse bei einwöchigen Rundfahrten herausfahren - ein Sieg war allerdings nicht dabei. Wohl auch deshalb will er sich nicht zu viel Last auf seine Schultern aufladen. „Es kommt immer auf die Form an. Wenn man keine gute Form hat, dann fährt man für die Teamkollegen“, sagte Machado.

Auch hinsichtlich der Tour de France, für die NetApp-Endura eine Wildcard anstrebt, hält er den Ball flach. Machado weiß zwar, dass er mit guten Ergebnissen mit dazu beitragen soll, dass NetApp-Endura eine der vier Wildcards zum größten Rennen der Welt erhält. „Aber Druck wäre der falsche Weg. Man muss locker bleiben, um die entsprechenden Ergebnisse zu holen", sagte er.

Erst kürzlich hat Machado seinen Trainer gewechselt, wodurch er sich einen Leistungssprung erhofft. Zwar steht nach seinen Worten der Erfolg des Teams über allem, doch ein persönliches Erfolgserlebnis wie 2010, als er eine Etappe der Sarthe-Rundfahrt gewann, steht durchaus ganz oben auf seiner Wunschliste.

„Ich möchte so viele Siege wie möglich einfahren. Bei welchen Rennen, ist da eher sekundär“, kündigte Machado an.

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