Team Kuota präsentiert sich der Öffentlichkeit

Monreals Traum wird Realität

Von Christoph Adamietz aus Koblenz

Foto zu dem Text "Monreals Traum wird Realität"
Florian Monreal bei der Teampräsentation | Foto: Alfons Benz

22.02.2014  |  (rsn) – Am Freitagabend hat sich das neuformierte deutsche Continental-Team Kuota in Koblenz der Öffentlichkeit präsentiert. Der Weg dorthin war allerdings kein leichter. In den letzten vier Monaten arbeitete Teaminitiator Florian Monreal, der auch als Fahrer aktiv ist, fast rund um die Uhr an dem Projekt und spannte dabei auch die gesamte Familie mit ein.

Die Mutter führt die Buchhaltung, der Vater ist für die Logistik verantwortlich, die heimische Garage dient zur Zeit noch als Materiallager. „Nicht nur deshalb habe ich meinen Eltern sehr zu danken“, so Monreal. Mit der Präsentation sieht sich dieser nun am Ziel angekommen. „Das ist der offizielle Kick-Off“, sagte er, nachdem das Team Anfang Februar bereits seinen ersten Renneinsatz hatte und sich beim Duell mit den WorldTour-Teams bei der Mallorca-Challenge gerade auf den Bergetappen „auf die Schlachtbank“ begab, wie es Monreal nannte.

Dieser ist trotz all des Stresses vom neuen Team begeistert. „Die mannschaftliche Geschlossenheit ist phänomenal. Jeder hat seine Ideen mit eingebracht und was dabei in der kurzen Zeit herausgekommen ist, das ist einfach Wahnsinn“, sagte Monreal im Anschluss an die Präsentation zu radsport-news.com.

Obwohl die großen Namen im Team fehlen, neben Monreal sind Ex-Wiesenhof-Profi Robert Retschke und Joachim Tolles die bekanntesten Fahrer, traut der Teamgründer seinen Mannen in der Premierensaison einiges zu. „Wir haben eine schlagkräftige Truppe beisammen. Ich bin mir sicher, dass wir auf uns aufmerksam machen werden“, so Monreal, der vor allem die Sprintabteilung, zu der neben ihm auch Tolles und Michael Kurth zählen, für das Einfahren von Ergebnissen verantwortlich sieht. „Kurthi ist für die harten Sprints prädestiniert, Tolles hat von uns die schnellsten Beine und ich bin zwar nie der Stärkste, aber dafür taktisch clever, mit viel Auge unterwegs“, skizzierte Monreal.

Dieser betrachtet sein Team nicht als kurzfristiges Projekt. „Wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr ein noch besseres Budget haben und es Stück für Stück bergauf geht“, sagte er. Hintergrund des Projektes, das neben Namensgeber Kuota vor allem von Lotto Rheinland-Pfalz finanziert wird, den Radsport in Rheinland-Pfalz voranzutreiben. Auch deshalb befinden sich mit Felix Schönbach, Jonas Rapp und Julian Braun auch drei Nachwuchskräfte aus der Region im Team, aus der auch Monreal, André Benoit und Philipp Becker stammen. „Die Förderung der einheimischen Sportler steht klar im Vordergrund“, sagte Teammanager Markus Felsing zu radsport-news.com.

Während sich Monreal nun vermehrt auf das Radfahren konzentrieren soll, wird sich Felsing, der Monreal vor Jahren beim VC Neuwied das Pedalieren beibrachte, um die administrativen Belange kümmern und den 27-Jährigen somit bestmöglich entlasten. „Als Jugendlicher hat Florian schon davon geträumt, ein eigenes Team zu haben und ich habe ihn damals schon ein wenig belächelt. Aber Florian hat es nun umgesetzt und umso schöner, dass ich dabei mitwirken darf und mein Engagement mit einbringen kann“, sagte Felsing.

 

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