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25.03.2014 | (rsn) – Am Sonntag habe ich mit Mailand-San Remo mein erstes WorldTour-Rennen bestritten. Und es war hammerhart. Die Kälte hat mir eigentlich gar nicht so viel ausgemacht. Nur dieser stundenlange Regen, gegen den auch der beste Regenschutz nichts hilft, hat einen echt zermürbt.
Bis zum Rennkilometer 240 lief es für mich eigentlich richtig gut. Ich konnte meine Arbeit verrichten und hatte da noch realistische Hoffnungen, dass ich es bis ins Ziel schaffe, und das womöglich noch in einer vorderen Gruppe. Aber keine zehn Kilometer später ging bei mir gar nichts mehr und das Rennen war für mich zu Ende. Ich weiß gar nicht genau, woran es lag. Genug gegessen und getrunken hatte ich. Vielleicht war es dann doch der Regen, gepaart mit der Renndistanz.
Auf diese hatte ich mich in Freiburg noch mit einem 7,5 Stunden langen Training an der Seite von Johannes Fröhlinger vorbereitet und dazu auch noch einige Eintagesrennen in Italien bestritten. Doch als die Besten bei Mailand-San Remo richtig loslegten, da war bei mir der Akku einfach leer. Auch am nächsten Tag ging es mir noch richtig schlecht. Wir sind nach Lille geflogen und ich schlafe während eines Fluges wirklich nie. Diesmal aber war ich sofort weg, so fertig war ich noch.
Nun geht es mir aber schon deutlich besser. Am heutigen Dienstag habe ich mir mit meinen Mannschaftskameraden einige Streckenabschnitte für Paris-Roubaix angeschaut, das ich genau so wie die Flandern-Rundfahrt bestreiten werde. Ich freue mich auf diese beiden Radsport-Monumente.
Ich bin zwar lange mehr keine Kopfsteinpflaster-Wettbewerbe gefahren, aber zumindest als Junior lief es für mich bei Paris-Roubaix richtig gut. Zur Vorbereitung werde ich Dwars door Vlaanderen, den E3 Prijs und Gent-Wevelgem fahren. Auch wenn wir ohne Sieganwärter antreten und die meisten meiner spanischen Teamkollegen nicht sonderlich heiß auf die Pflaster-Rennen sind, so werde ich wohl wieder die Rolle des Helfers einnehmen und versuchen, unseren Kapitän Francisco Ventoso bestmöglich zu unterstützen.
Mein persönliches Ziel ist es aber, im Laufe des Jahres auch selbst einmal in Erscheinung treten zu können, und wenn es „nur“ im Zeitfahren sein sollte.
Viele GrüßeJasha Sütterlin absolviert seine erste Profisaison. Der 21 Jahre alte Freiburger fuhr in den vergangenen Jahren beim Thüringer Energie Team und empfahl sich in der abgelaufenen Saison unter anderem mit einem zweiten Platz im Zeitfahren der Bayern-Rundfahrt sowie insgesamt drei UCI Siegen für höhere Aufgaben. Im Herbst unterschrieb Sütterlin einen Zweijahresvertrag beim spanischen Movistar-Team um Alejandro Valverde und Nairo Quintana. In seinem Blog auf radsport-news.com wird er über die ganze kommende Saison hinweg von seinen Erlebnissen und Erfahrungen als Neoprofi berichten.
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