Dowsett kann sich nur einen Tag über Gelb freuen

Sarthe-Rundfahrt: Navardauskas siegt gegen müde Konkurrenz

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Ramunas Navardauskas (Garmin-Sharp) gewinnt die 11. Etappe des Giro d´Italia 2013. | Foto: ROTH

10.04.2014  |  (rsn) – Alex Dowsett (Movistar) konnte sich nur einen Tag über seine am Mittwoch im Zeitfahren errungene Gesamtführung bei der Sarthe-Rundfahrt freuen. Der 25-jährige Brite verlor auf der 196 Kilometer langen 4. Etappe von Angers nach Pré en Pail 25 Kilometer auf dem schweren Rundkurs vor dem Ziel den Kontakt zur Spitzengruppe und kam mit knapp 17 Minuten Rückstand auf den Tagessieger Ramunas Navardauskas (Garmin-Sharp) ins Ziel.

„Der finale Rundkurs war einfach zu viel für mich“, bekannte Dowsett, dessen Team zuvor formidable Arbeit geleistet hatte. Ein Sonderlob erheilt der deutsche Neo-Profi Jasha Sütterlin, dessen Arbeit auf der Sky-Homepage als „exzellent“ bezeichnet wurde. Doch all dies half nicht, da der Kapitän, der sich gezielt auf die Sarthe-Rundfahrt vorbereitet hatte, nicht seinen besten Tag erwischt hatte.

Richtig rund lief es dafür bei Navardauskas. Der Litauer hatte auf dem schweren, sechs Mal zu befahrenden, 10,5 Kilometer langen Rundkurs von Pré en Pail im Schlussanstieg die besten Beine und siegte als Solist mit vier Sekunden Vorsprung auf die beiden Franzosen Julien Simon (Cofidis) und Anthony Roux (FDJ.fr).

„Ich hatte auf der letzten Runde noch drei Teamkollegen an meiner Seite. Wir konnten dann unseren am Morgen geschmiedeten Plan perfekt umsetzen. Ich habe gesehen, dass viele Fahrer in meiner Gruppe müde waren, also war mir klar, dass ich am Schlussanstieg etwas probieren musste“, erklärte Navardauskas seine Taktik.

Hinter dem Italiener Fabio Felline (Trek/+0:08) führte der Franzose Thomas Voeckler (Europcar) die erste, elf Fahrer starke Verfolgergruppe, zu der auch der Schweizer Mathias Frank und der Österreicher Stefan Denifl (beide IAM) zählten, mit neun Sekunden Rückstand ins Ziel. Der nun in der Gesamtwertung führende Navardauskas stellt sich mit Blick auf die Schlussetappe schon einmal auf zahlreiche Attacken ein.

„Auf einem solchen Kurs ist noch nichts sicher. Meine Trümpfe sind, dass ich ein kleines Zeitpolster und eine starke Mannschaft habe“, so der 26-Jährige, der 17 Sekunden Vorsprung auf seinen australischen Teamkollegen Rohan Dennis hat.

Schon zu Beginn der längsten Etappe gab es zahlreiche Attacken, die Movistar allesamt vereitelte, um dann eine drei Fahrer starke Ausreißergruppe, die für die Gesamtwertung ungefährlich war, ziehen ließ. Der Deutsche Michael Schwarzmann (NetApp-Endura), der Nelgier Marco Minnaard (Wanty-Groupe Gobert) und der Italiener Daniel Oss (BMC) konnten sich einen Maximalvorsprung von vier Minuten herausfahren, wurden aber 40 Kilometer vor dem Ziel wieder gestellt.

Nachdem Dowsett abgehängt war, versuchten mehrere Fahrer ihr Heil in der Offensive, zuletzt der Franzose Francis Mourey (FDJ.fr), dem aber auch ein Vorsprung von 30 Sekunden nicht reichen sollte - drei Kilometer vor dem Ziel war Moureys Flucht beendet. Im Finale, das die Fahrer zum sechsten und letzten Mal hinauf zur Côte de la Boucherie führte, hatte Navardauskaus das beste Ende für sich.

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