Kurz vor dem Ziel der 14. Giro-Etappe gestellt

Am Ende war es für Timmer einfach zu viel

Foto zu dem Text "Am Ende war es für Timmer einfach zu viel"
Albert Timmer (Giant-Shimano) im Ziel der 14. Giro-Etappe | Foto: Cor Vos

25.05.2014  |  (rsn) – Sechster bei einer Bergankunft des Giro d`Italia – mit einem solchen Ergebnis hätte Albert Timmer (Giant-Shimano) wohl selbst nicht gerechnet. Doch auf der 14. Etappe lag der Niederländer, alles andere als ein Kletterspezialist, bis zwei Kilometer vor dem Ziel sogar auf Siegkurs.

Und auch, als er von den Verfolgern gestellt worden war, brach Timmer nicht ein, sondern hielt den Rückstand in Grenzen, um sich letztlich Rang sechs zu sichern, nur 26 Sekunden hinter dem Tagessieger Enrico Battaglin (Barianai-CSF). Deshalb konnte man Timmer auch gut verstehen, als er nach dem Rennen twitterte: „Soll ich mich über diese Platzierung nun freuen oder ärgern?“

Letztlich überwog beim 28-Jährigen aber angesichts eines tadellosen Rennens doch die Freude. Zunächst gehörte Timmer der 21 Fahrer starken Spitzengruppe an, die sich früh abgesetzt und im Verlauf der Etappe dezimiert hatte. In der letzten Abfahrt setzte er sich gemeinsam mit Manuel Quinziato (BMC) von seinen Begleitern ab, und als der Italiener im unteren Teil des Schlussanstiegs wegen eines Defekts zurückfiel, zog Timmer alleine durch. „Ich bin alles oder nichts gefahren“, erklärte er.

Bis gut zwei Kilometer vor dem Ziel konnte der Allrounder die Verfolger auf Distanz halten. Doch auch, nachdem er gestellt worden war, dachte Timmer nicht daran, klein beizugeben. Stattdessen biss er sich bis 800 Meter vor dem Ziel an seinen Konkurrenten fest, erst bei einer letzten Tempoverschärfung von Dario Cataldo (Sky) musste Timmer reißen lassen. „Viel hat nicht gefehlt, aber am Ende war es einfach zu viel für mich“, gestand der Giant-Profi ein.

Dennoch wird Timmer dieser Tag in Erinnerung bleiben. „Es war ein tolles Gefühl, als Erster den Anstieg hinauf zu fahren. Ich hatte richtige Gänsehaut“, konstatierte er und betonte nochmals: „Am Ende überwiegt doch eindeutig die Freude über meine Leistung und das Ergebnis.“

 

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