Niederländerin gewinnt GP de Plouay

Brand krönt Rabobank-Tag, Armitstead ihre Weltcup-Saison

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(Rabobank-Live) gewinnt den GP Plouay. | Foto: Cor Vos

30.08.2014  |  (rsn) – Nach Siegen in den beiden vergangenen Jahren hat sich Weltmeisterin Marianne Vos (Rabobank-Live) am Samstag beim GP de Plouay-Bretagne mit dem zweiten Platz zufrieden geben müssen. Zum Abschluss der Weltcup-Serie hatte Vos‘ Equipe trotzdem allen Grund zum Jubel, denn nach 121 Kilometern rund um die bretonische Stadt Plouay hatte Lucinda Brand die Nase vorn.

Die 25 Jahre alte Niederländerin setzte sich auf den vier Runden zu je 26,9 Kilometern sowie einer abschließenden kleineren Schleife von knapp 14 Kilometern als Solistin vor ihrer Teamkollegin durch und feierte ihren ersten Sieg in einem Weltcup-Rennen.

„Ich hatte nie an den Sieg geglaubt. Ich war in diesem Jahr schon mehrmals nahe dran gewesen und bin immer um wenige Meter oder sogar nur Zentimeter gescheitert. Das hat bei mir ein kleines Trauma hinterlassen“, kommentierte Brand ihren dritten Saisonerfolg. Vos entschied den Sprint der ersten Favoritinnen für sich, hinter der 27-Jährigen machte die Französin Pauline Ferrand-Prevot das Rabobank-Podium komplett.

Es folgten die Italienerin Rosella Ratto (Estado de México), Die Niederländerin Anna van der Breggen – eine weitere Rabobank-Fahrerin -, die Schwedin Emma Johansson (Orica-AIS), Rattos Landsfrau Elisa Longo Borghini (Hitec Products) sowie die Britin Elisabeth Armitstead (Boels-Dolmans), die sich den Gesamt-Weltcup sicherte.

Wie erwartet hatte die Rabobank-Equipe dem Rennen ihren Stempel aufgedrückt. Es war Vos höchst selbst, die mit ihrer Attacke auf der vorletzten der vier großen Runden 50 Kilometer vor dem Ziel für die entscheidende Selektion sorgte, durch die sich eine kleine Spitzengruppe mit allen Favoritinnen bildete.

Auch wenn Armitstead und Johansson immer wieder attackierten, so konnte Rabobank das geschehen doch immer kontrollieren. „Ich habe heute gezeigt, dass ich eine der Stärksten war“, zeigte sich die neue Weltcup-gewinnerin Armitstead mit ihrem Auftritt zufrieden.

Gegen Brands Attacke, die erfolgte, nachdem die Niederländische Meisterin von 2013 die Lücke zu einer zu diesem Zeitpunkt nur noch achtköpfigen Spitzengruppe geschlossen hatte, war auch die 25-jährige Britin machtlos.

Brand fuhr schnell einen Vorsprung von rund einer Minute heraus, der an der mehr als zehn Prozent steilen Côte de Ty Marec, dem letzten großen Hindernis vier Kilometer vor dem Ziel auf 30 Sekunden geschmolzen war. Doch da Vos, Van der Breggen und Ferrand-Prevot in der Gruppe der Verfolgerinnen die Beine hochnahmen, wuchs der Abstand im Finale nochmals an und Brand konnte einen ungefährdeten Solo-Sieg feiern.

<>Den Gesamt-Weltcup sicherte sich Armistead mit 125 Punkten Vorsprung auf Johansson. Die drittplatzierte Vos hat 145 Zähler Rückstand. Rabobank-Liv gewann überlegen die Teamwertung mit 1533 Punkten vor Boels-Dolmans und Specialized-lululemon (672).
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