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27.12.2015 | Aus der eisigen Kälte Alaskas erobern Fatbikes mit Reifenbreiten
jenseits der 4 Zoll seit einiger Zeit auch die heimischen Trails. Und seit kurzem sind nicht nur
extrabreite Federgabeln, sondern auch vollgefederte Fatties im Handel.
Wir von Fat-Bike.de
(Matthias Buße und ich, Daniel Schneider) haben
die "fattesten" Fullies Deutschlands, das "Fat Fanes" von Alutech und das "Huraxdax" von
Maxx, einem ausgiebigen Test unterzogen.
Wir haben die Stärken und Schwächen der
Federweg-Giganten
ausfindig gemacht,
und wir haben geklärt,
wer ein vollgefedertes Fatbike
braucht, und
wo
die optimalen Einsatzgebiete sind.
Unterwegs auf Reifen mit 4 oder 4,8 Zoll Breite,
und 120 bis 140 Millimeter
Federweg an Vorder-
und Hinterrad zeigen sich die Fatbike-Fullies vor allem in
unwegsamem
Gelände von ihrer besten Seite.
Insbesondere Wurzel-Passagen und grober
Schotter schmelzen regelrecht unter den Fahrwerken der Test-Kandidaten.
Dabei zeigt sich das "Fat Fanes" als ausgewiesener Spezialist für die beliebte
Kategorie Enduro.
Das vom deutschen Enduro-
und Freeride-Spezialisten
Alutech entwickelte Fahrwerk leistete sich im Test kaum
Schwächen, und harmoniert perfekt mit den
4-Zoll-Reifen "Jumbo Jim" von Schwalbe.
Ebenfalls auf "Jumbo Jim", jedoch im Reifen-Gardemaß 4,8 Zoll unterwegs, ist das "Huraxdax" von Maxx. Als Touren-Fatbike konzipiert, setzt der Rosenheimer Hersteller auf ein ebenfalls selbst entwickeltes Viergelenk-Federsystem.
Im Test von Fat-Bike.de zeigte sich
das "Huraxdax"
als optimaler Allrounder, der auch auf extremen Touren ein zuverlässiger und
komfortabler Begleiter ist.
Zur Frage, für wen ein vollgefedertes Fatbike interessant ist, und wo man es am besten einsetzt, meint mein Kollege Matthias Buße: "Fat-Fullies kombinieren die Vorteile eines Fatbikes - sensibles Ansprechverhalten der Federung, sattes Fahrverhalten, enorme Pannen-Sicherheit und einzigartige Traktion - mit den Vorteilen klassischer Mtb-Federsysteme."
Trotz des relativ hohen
Gewichts
biete
keine andere Fahrrad-Gattung ein so breites Einsatzspektrum und ermögliche so allen
Bikern, vom Einsteiger bis zum versierten Techniker, "das Erreichen neuer Horizonte", so Mattias weiter.
"Fat Fanes" und "Huraxdax" konnten uns in allen Bike-Lebenslagen überzeugen. Ausgiebige Touren wurden genauso souverän bewältigt, wie verblockte Single Trails und schnelle Downhills.
Einzig das hohe Gewicht wurde
bemängelt
-
jedoch direkt in Richtung der Hersteller: Ein Leichtbau-Projekt gibt's bereits, bei den Spezialisten von Maxx.
Weitere
Details zum Fatbike-Fully-Test und zu den Ergebnissen
auf
www.fat-bike.de/fatbike-fully-testfazit/ (siehe Link hier unten).
Fatbikes
sind die "Monstertrucks" unter den Mountainbikes. Ihre riesigen Reifen bringen es
auf bis zu 5 Zoll Breite, das sind über 12 cm. Zum Vergleich: Normale Mountainbikes rollen
auf fünf bis sechs Zentimeter breiten Reifen.
Mit oft puristischer Technik ausgestattet, und meist
ungefedert, wurden Fatbikes in den USA ursprünglich für Touren durch Schnee,
Sand und Schlamm entwickelt.
Matthias
Buße
und Daniel
Schneider haben
mit ihrer
Fatbike-Transalp
im Juni 2014 bewiesen, dass die dicken
Bikes auch auf alpinen Touren in Europa eine gute Figur abgeben (mehr dazu unter dem zweiten Link).