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08.07.2015 | (rsn) – Mit nur wenigen Erfolgserlebnissen war die erste Saison von Kuota-Lotto 2014 ein klassisches Lehrjahr. Umso besser läuft es in diesem Jahr für die personell verstärkte Mannschaft von Florian Monreal. Drei UCI-Siege, dazu zahlreiche Spitzenplatzierungen, können sich bisher sehen lassen.
„Die Saison verläuft bisher phänomenal. Hätte mir jemand bei der Teampräsentation gesagt, dass wir so durchstarten, den hätte ich verrückt erklärt“, meinte Monreal gegenüber radsport-news.com. Den Erfolg machte er vor allem an der mannschaftlichen Geschlossenheit fest. „Wir haben keine Supertalente wie Lennard Kämna oder Silvio Herklotz in unseren Reihen, treten aber als kompakte Gruppe auf“, so Monreal.
Als Erfolgsgaranten erwiesen sich vor allem Max Walscheid, der eine Etappe bei der Tour de Berlin gewann und zudem Zweiter in der Gesamtwertung wurde, sowie die späte Neuverpflichtung Marcel Meisen. Der Deutsche Crossmeister feierte Etappensiege bei der Oberösterreich-Rundfahrt und der Tour de Gironde, sichere ich Podiumsplätze beim Flèche du Sud und der Boucles de la Mayenne und wurde zuletzt Neunter bei der DM und Gewinner der Bergwertung bei der Solidarnorsc-Rundfahrt in Polen.
„Gerade der Sieg von Max in Berlin, als dann die deutsche Hymne gespielt wurde, war ein besonderes Erlebnis, da es unser erster UCI-Sieg überhaupt war. Dieser Moment bleibt haften.“ Von den Erfolgen hat aber auch die zweite Reihe profitiert. „Ein Richard Weinzheimer etwa, der bei den Junioren eher durchschnittliche Leistungen gebracht hat, fährt richtig stark“ berichtete Monreal.
Doch nicht nur die beiden Kapitäne können Spitzenplatzierungen erzählen. Tobias Knaup nutzte am vergangenen Wochenende bei der U23-DM seine Freiheiten und wurde Fünfter. „Tobias hat das ganze Jahr über hart für Meisen und Walscheid gearbeitet. In Bruchsal hat er gezeigt, dass er auch ein Mann für die Ergebnisse sein kann", befand Monreal.
Gefreut hat den Teamchef zudem der Aufwärtstrend von Christopher Hatz, der im Frühjahr noch mit Erkältungen zu kämpfen hatte. Zuletzt zeigte Hatz eine starke Leistung bei der DM in Bensheim und wurde kurz darauf Sechster bei der Solidarnorsc-Rundfahrt.
„Da Chris noch nicht so viele Rennen gefahren hat, wird er für uns in der zweiten Saisonhälfte ein wichtiger Mann, da er noch recht frisch ist“, meinte Monreal, dessen Team beispielsweise bei der zwölftägigen Portugal-Rundfahrt an den Start gehen wid. „Das wird eine richtige Herausforderung für die Jungs. An Tagen gemessen ist es die viertgrößte Rundfahrt in Europa“, sagte der 29-Jährige, dessen Team derzeit auf Rang 54 in der UCI-Europe-Wertung bestes deutsches KT-Team ist.
Um Kraft für die zweite Saisonhälfte zu sammeln, haben die Fahrer nun 14 Tage Pause. Monreal selbst gönnte sich in der letzten Woche ein paar Tage Urlaub. „Unser Team ist ein Familienbetrieb, wir hatten zuletzt sieben Rundfahrten am Stück, da waren wir alle platt“, verriet er.
Ausgeruht wollen er und seine Fahrer die Leistung der ersten Saisonhälfte bestätigen. Personell nachlegen will Monreal dafür nicht. „Wir werden keinen Stagiaire unter Vertrag nehmen. Wir haben 15 gesunde Fahrer“, sagte er abschließend.
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