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14.01.2016 | (rsn) – Mit einem zweigeteilten Rennkalender startet der deutsche Zweitdivisionär Bora-Argon 18 in die siebte Saison seiner Geschichte. "Wir können allen Fahrern ein vernünftiges Programm zum Saisonstart bieten“, so Teamchef Ralph Denk auf der Website des Rennstalls aus dem oberbayerischen Raubling. "Das ist nicht selbstverständlich, da gerade im Frühjahr Einladungen zu den Rennen sehr umkämpft sind. Ich bin stolz, dass der Auftakt für uns aber sehr gut aussieht.“
Demnach werden die Klassikerspezialisten wie Andreas Schillinger, Lukas Pöstlberger, Phil Bauhaus, Ralf Matzka und Christoph Pfingsten am 28. Januar bei der viertägigen Mallorca Challenge antreten und von dort aus auf die Arabische Halbinsel zur Katar- und Oman-Rundfahrt weiterreisen, die beide im Februar im Programm stehen.
Die Rundfahrer um Dominik Nerz, den Deutschen Meister Emanuel Buchmann, Silvio Herklotz, Paul Voß und Gregor Mühlberger bleiben in Europa und beginnen am 13. Februar in Spanien mit der Murcia-Rundfahrt, die wieder als Eintagesrennen ausgetragen wird, sowie der Algarve-Rundfahrt (17. – 21. Feb.) in Portugal. Sprinter Sam Bennett wird laut Denk zwischen den Programmen wechseln. Gleiches gilt für den Tschechen Jan Bárta und Rüdiger Selig. Der Berliner ist ebenso wie Herklotz, Mühlberger – der allerdings bereits 2014 und 2015 Erfahrungen als Stagiaire im Team sammelte - und Pöstlberger neu verpflichtet worden.
"Ich denke, wir haben uns vor allem für die Zukunft gut verstärken können“, sagte Denk, in dessen 21 Fahrer starkem Aufgebot sich immerhin zehn deutsche Profis befinden. Dazu kommen noch drei Österreicher, neben Mühlberger und Pöstlberger noch Patrick Konrad. "Wie immer setzten wir stark auf junge Talente, bei denen wir der Meinung sind, dass diese sich gut entwickeln werden. So wie das auch bei Emanuel Buchmann schon gut geklappt hat“, meinte der Raublinger über den 22-jährigen Ravensburger, der im vergangenen Juli ein überzeugendes Tour-Debüt hinlegte.
Der 21-jährige Herklotz und der gleichaltrige Mühlberger, beides Kletterspezialisten, sollen zu erstklassigen Klassementfahrern ausgebildet werden. Der 24 Jahre alte Pöstlberger ist ein Allrounder, dem Denk auf unterschiedlichsten Terrains viel zutraut. "Lukas kann sich bereits im Frühjahr bei den Klassikern beweisen, hat aber auch schon gezeigt, dass er Rundfahrten gewinnen kann.
Der 26-jährige Selig ist demgegenüber fast schon ein Routinier, zumal er in den vergangenen vier Saisons beim Katusha-Team reichlich WorldTour-Erfahrung sammeln und auch zwei Siege bei Eintagesrennen in den Niederlanden und Belgien feiern konnte. Wichtiger ist Denk aber etwas anderes: "Rudi war die letzten Jahre bei Katusha im Zug von Alexander Kristoff ein wichtiger Mann. Bei uns wird er eine ähnliche Rolle für Sam Bennett spielen“, kündigte er an.
Leistungsträger aber bleiben die bekannten Gesichter wie - der auch erst 25-jährige – Bennett, der 2015 für fünf der sieben Bora-Siege in UCI-Rennen verantwortlich zeigte, der 31-jährige Barta, ein Zeitfahrspezialist, der aber auch in kleineren Rundfahrten erfolgreich sein kann, sowie der 26-jährige Nerz, der in seiner ersten Bora-Saison hinter den Erwartungen zurückblieb. "Er hatte ein miserables Jahr und war einfach vom Pech wie verfolgt. Wir wissen aber, was er kann, daher bin ich auch sicher, dass er uns in diesem Jahr wieder sein volles Potenzial zeigen wird“, sagte Denk über den Rundfahrer.
Dabei soll sich der Allgäuer die Kapitänsrolle in den Grand Tours – das Team hat sich die Tour und die Vuelta beworben – mit zwei Teamkollegen teilen. So zumindest plant es Denk. „Für die großen Rundfahrten sehe ich eher eine Dreierspitze, neben Nerz noch Buchmann und Patrick Konrad. Buchmann und Konrad haben sich sehr gut entwickelt, ich denke, beide sind nun für Größeres bereit.“
Aber auch der hoch talentierte Mühlberger, der 2015 als U23-Wettbewerb ausgetragene Friedensfahrt und die Oberösterreich-Rundfahrt gewann, wird "die eine oder andere Freiheit bekommen. Er kann ganz ohne Druck in die Saison starten, aber ich denke, dass er vielleicht schon dieses Jahr für die eine oder andere Überraschung sorgen kann.“
Zwar lief die Vorbereitung des Teams planmäßig, ein Fahrer wird dennoch verspätet in die Saison einsteigen. Bartosz Huzarski musste sich im Winter einer Schulter-Operation unterziehen und braucht noch etwas Zeit, auch wenn der Pole im Trainingscamp auf Mallorca bereits einen ordentlichen Eindruck hinterlässt. Dennoch wird der 35-jährige Huzarski wohl erst im März seine ersten Rennen bestreiten. Dann aber soll er sich "als ‚road-captain‘ auch wieder um unsere jungen Fahrer kümmern“, wie Denk meinte.
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