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04.04.2016 | (rsn) – Peter Sagan (Tinkoff) war der strahlende Gewinner der 100. Flandern-Rundfahrt. Aber nicht nur der Weltmeister zeigte eine herausragende Leistung beim zweiten der fünf Radsport-Monumente. Auch der Spanier Imanol Erviti, den vor dem Start kaum jemand auf der Rechnung hatte, legte einen beeindruckenden Auftritt hin und sicherte sich und seinem Movistar-Team als Siebter in Oudenaarde das bisher beste Ergebnis bei einer Flandern-Rundfahrt.
"Wie fühle ich mich? Müde!“, wurde der Routinier mit einem Lachen in der Movistar-Presseerklärung zitiert. „Das heute war für mich war wie ein Empfehlungsschreiben, von vorne in die Anstiege zu fahren, mit so vielen Menschen am Straßenrand die Atmosphäre zu genießen ... es war unglaublich.“
Erviti stand 2005 erstmals am Start in Brügge und kehrte danach jedes Jahr zur „Ronde“ zurück. Mehr als ein 55. Platz (2014) war bei den bisher elf Teilnahmen allerdings nicht herausgesprungen. Der siebte Platz vom Sonntag ist auch deshalb erstaunlich, weil der 32-jährige Spanier in der Ausreißergruppe des Tages dabei war, die – vom Österreicher Lukas Pöstlberger (Bora-Argon18 initiiert – sich nach hektischem Beginn erst nach rund 80 Kilometern gebildet hatte.
Als im Finale zunächst Sagan, Michal Kwiatkowski (Sky) und Sep Vanmarcke (LottoNL-Jumbo) zur kleiner gewordenen Spitzengruppe aufschlossen und der Weltmeister und der Belgier am Oude Kwaremont alle Begleiter abschüttelten, ging es für Erviti vor allem darum, sich in der nächsten Gruppe um Titelverteidiger Alexander Kristoff (Katusha) zu halten. Das gelang ihm und im Sprint der Verfolger sicherte er sich schließlich das Spitzenergebnis.
"Ein tolles Gefühl, wunderbar. Ich habe das genossen. Aber es war eine maximale Anstrengung. Als Sagan, Kwiatkowski und Vanmarcke zu uns aufschlossen, waren sie sehr schnell und ich konnte nur versuchen, an ihnen dran zu bleiben und mein eigenes Rennen intelligent zu fahren“, erklärte Erviti, der im Zielsprint von Krämpfen geplagt wurde und deshalb nicht mehr am Sechsten Dylan van Baarle (Cannondale) vorbeikam.
Nach einer Ruhephase, die er bei seiner Familie verbringen wird, kehrt Erviti zu den Ardennenklassikern nach Belgien zurück und wird mit Lüttich-Bastogne-Lüttich sein nächstes Radsport-Monument bestreiten. Bei „La Doyenne“ wird er aber als Helfer für seinen Kapitän Alejandro Valverde antreten, der seinen vierten Sieg ins Ans anpeilt.
„Jetzt ist es erstmal an der Zeit sich auszuruhen, das Resultat zu genießen und danach meine Gedanken in Richtung Ardennen mit Alejandro zu richten. Das sind wichtige Rennen für uns und ich will meine Arbeit dort gut verrichten“, kündigte Erviti an.
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