"Ich bin nicht vorgewarnt worden"

Tsatevich wehrt sich gegen den Giro-Rauswurf durch sein Team

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Alexey Tsatevich (Katusha) im Windschatten von Tobias Ludigsson (Gian-Alpecin) | Foto: Giro ESPN

17.05.2016  |  (rsn) - Nachdem er von seinem Team Katusha aus dem Giro d’Italia genommen wurde, hat sich Alexey Tsatevich auf seiner Homepage geäußert: "Ich bin sehr verärgert über diese Situation. Bei allen Rennen habe ich versucht, gute Ergebnisse zu erzielen. Ich bin mehrmals gestürzt, ich stand ich auf und setzte Rennen fort, obwohl ich Schmerzen hatte, um dem Team nützlich zu sein", schriebd er Russe.

Den Vorwurf, er sei im Zeitfahren unzulässig im Windschatten von Tobias Ludvigsson gefahren, will Tsatevich so nicht stehen lassen: "Im Zeitfahren hielt ich den Abstand. Kein Kommissär warnte mich vor, dass ich zu dicht dran war. Deshalb fuhr ich so weiter.“

Der 28-Jährige war nach dem zweiten Zeitfahren von den UCI-Kommissären wegen „Windschattenfahrens“ zu 100 Schweizer Franken Strafe verurteilt worden. Außerdem wurden ihm  6:48 Minuten Zeitstrafe aufgebrummt.

Das war Katushas Sportdirektor Dimitri Konyshev zu wenig. Weil das Verhalten seines Fahrers "absolut unakzeptabel“ gewesen sei und die Strafe der UCI "nicht genug für uns“ war, suspendierte Konyshev seinen Fahrer.

Tsatevich, der übrigens die letzte Etappe der diesjährigen Katalonien-Rundfahrt vor Primoz Roglic (LottoNL-Jumbo) gewonnen hatte, fühlt sich nicht als "Alleinschuldiger“: "Außerdem möchte ich bitten, zu beachten, dass ich weder die Aufforderung noch den Wunsch des Sportdirektor ignorieren habe.“

Trotzdem akzeptierte der Fahrer die Suspendierung: „Wie auch immer, ich wünsche den Jungs viel Glück! Ich werde das Team von zu Hause aus als Zuschauer unterstützen und entschuldige mich für die Unannehmlichkeiten."

 

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