Profi-Radsport

Demnächst ins Trainingslager

Ullrich: Bassos Freispruch macht Mut

19.10.2006 - (Ra/dpa) - Mit Genugtuung hat Jan Ullrich auf die Einstellung des Dopingverfahrens gegen Ivan Basso reagiert. Auf seiner Homepage schreibt der ehemalige T-Mobile-Star: „Ich freue mich als einer seiner größten sportlichen Rivalen, dass der Spuk für ihn vorbei ist. Ich hoffe, dass Basso seine Vorbereitung reibungslos beginnen kann und er mit einem guten Team dafür entschädigt wird, was ihm im Juni widerfahren ist.“

Ullrich, der weiter darauf wartet, ob der Schweizer Radsportverband ein Dopingverfahren gegen in einleiten wird, beklagte, dass auf der „Grundlage von Gerüchten und einer beispiellosen Hetzjagd eine presseöffentliche Vorverurteilung stattgefunden hat.“ Bassos Freispruch könne allen denen Mut machen, deren Name im Zusammenhang mit der Operation Puerto genannt worden war.

Der 32-jährige Wahl-Schweizer schreibt weiter, dass er in den vergangenen Monaten immer Kontakt zu dem 28-jährigen Italiener gehalten habe. Die beiden zählten nach dem Rücktritt von Lance Armstrong in diesem Jahr zu den Topfavoriten auf den Toursieg, waren aber von ihren Teams wegen Dopingverdachts unmittelbar vor dem Prolog in Straßburg suspendiert worden.

Als „Lügengeschichte“ bezeichnete Ullrich eine Meldung vom Vortag, wonach er seine persönliche Assistentin Birgit Krohme entlassen hätte. Krohme habe Vertrag mit T-Mobile, nicht mit ihm persönlich. Von ihrer Kündigung habe er nur aus den Medien erfahren.

Ullrichs Manager Wolfgang Strohband bestätigte erneut den Willen des Toursiegers von 1997, weiterzumachen. Es gebe «mehrere Kontakte zu ProTour-Teams». «Demnächst» wolle der Tour-de-France-Sieger von 1997 ein Trainingslager beziehen, erklärte der Hamburger.