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"Man muss sich für Erfolg im Radsport nicht schämen."
(Deutschland Tour-Gewinner Linus Gerdemann)
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18.01.2007 - (Ra/sid/dpa) - Ist Andreas Klöden der wahre Tour- Sieger? Nachdem Floyd Landis bei seinem Tour-Triumph positiv auf Testosteron getestet worden war, gibt es nun auch begründete Zweifel am zweitplatzierten Oscar Pereiro. Wie die französische Tageszeitung Le Monde meldet, wurde der 29-jährige Spanier während der Tour zwei Mal positiv getestet.
Auf der 14. und 16. Etappe der Tour de France wurde Pereiro laut Le Monde positiv auf den Wirkstoff Salbumatol getestet. Dieser Stoff befindet sich zumeist in Mitteln, die gegen Asthma wirken sollen. Der Weltradsportverband UCI registrierte die positiven Proben, handelte jedoch nicht, da man Pereiro zuvor eine Ausnahmegenehmigung für Asthma-Präparate erteilt hatte.
Die Französische Anti-Doping Agentur AFLD will sich damit jedoch nicht begnügen. Im Zweifel, ob Pereiro wirklich an Asthma leide, schickte man dem Spanier drei Benachrichtigungen, in denen man ihn zum medizinischen Nachweis seiner Krankheit aufforderte.
Bis heute wartet die AFLD auf eine Antwort des Caisse d'Epargne-Kapitäns. Die Briefe sind sicher bei Pereiro angekommen, da die Einschreibebestätigungen an die AFLD zurückgeschickt wurden. Auch die UCI reagierte nicht auf Anfragen aus Frankreich.
Der Fall Pereiro ist jedoch nicht der einzige, der von der AFLD untersucht wird. Bei weiteren sechs Fahrern, deren Namen - noch - nicht bekannt sind, bezweifeln die Franzosen die Rechtmäßigkeit der von der UCI erteilten Ausnahmegenehmigungen.Insgesamt sind zwölf Fahrer bei der letzten Tour positiv getestet worden, die allesamt eine Ausnahmegenehmigung vorweisen konnten.
Offiziell wird sich die AFLD am 25.Januar mit dem Fall Pereiro befassen. Sollte der Tour-Zweite bis dahin weiterhin schweigen, will die Anti-Dopingagentur ein Disziplinarverfahren einleiten Die Folgen könnten für Pereiro äußerst schmerzhaft sein: Im Fall einer Verurteilung würde er für Rennen auf französischem Territorium gesperrt werden. Damit drohten dem Spanier die Aberkennung seines zweiten Platzes und der Ausschluss von der Tour 2007.
UCI-Präsident Pat McQuaid wollte sich zu den Vorwürfen gegen Pereiro nicht äußern, stellte aber fest, dass es zwischen der UCI und der französischen Anti-Doping-Agentur «schon häufig unterschiedliche Auffassungen» gegeben habe.
Ein Sprecher des spanischen Verbandes erklärte in einer ersten Stellungnahme, "von Seiten des UCI keine Benachrichtigung über eine positive Analyse" erhalten zu haben. Sein Verband wisse nicht, ob eine Einnahme-Erlaubnis vorgelegen habe.
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