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26.01.2008 - (Ra) - Sonne, Sand und Hitze - bei der am Sonntag beginnenden Katar-Rundfahrt (Kat. 2.1) bekommen die Profis das krasse Gegenprogramm zum europäischen Winter geboten. Vor allem die Sprinter werden bei dem sechstägigen Wettbewerb auf der arabischen Halbinsel auf ihre Kosten kommen.
Bevor jedoch die Tage der Sprinter schlagen, müssen sich die teilnehmenden 17 Teams, davon neun mit ProTour-Status, zum Auftakt in einem sechs Kilometer langen Mannschaftszeitfahren beweisen. Die folgenden fünf Etappen werden die Fahrer vor keine größeren topografischen Schwierigkeiten stellen, so dass jeweils mit Sprintankünften gerechnet werden kann.Der großer Favorit auf den Gesamtsieg ist deshalb der belgische Sprinterstar Tom Boonen, der sich diese Woche ein paar unangenehme Fragen zum Doping gefallen lassen musste. Der Quick.Step-Kapitän dominierte im Vorjahr das Rennen mit vier Einzelsiegen, musste in der Gesamtwertung aber seinem Teamkollegen und Helfer Wilfried Cretskens den Vortritt lassen.
Alessandro Petacchi (Milram), im Vorjahr Boonens schärfster Konkurrent, wird in diesem Jahr nicht am Start stehen. Auch Milram-Teamkollege Erik Zabel verzichtet auf den Abstecher nach Katar. Für die zu erwartenden Massensprints hat das einzige teilnehmende deutsche Team keinen aussichtsreichen Kandidaten dabei. Angeführt wird Milram von Christian Knees und Ralf Grabsch.
Boonens größter Widersacher dürfte der Italiener Danilo Napolitano vom Lampre-Team sein. Auch dessen Landsleute Angela Furlan (Credit Agricole), Francesco Chicchi (Liquigas) sowie der Neuseeländer Julien Dean (Slipstream) werden in den Sprintentscheidungen vorne mitmischen.
Auch das Team Skil-Shimano verfügt mit den beiden Deutschen Sebastian Siedler und Robert Wagner über zwei endschnelle Leute. Das Team Tinkoff, bei dem auch Alexander Gottfried seinen Saisoneinstand feiert, setzt auf den italienischen Neuzugang Alberto Loddo.Mit David Millar (Slipstream), Nick Nuyens (Cofidis), Leif Hoste, dem Vorjahresetappensieger Greg van Avermaet (beide Silence-Lotto), Thomas Voeckler (Bouygues Telecom) und dem Vorjahresgesamtsieger Cretskens gehen weitere ambitionierte Fahrer an den Start, die ihr Heil in Fluchtgruppen suchen werden. Vor allem auf den Teilstücken, die entlang der Küste führen, wird es wohl zu Windkantenattacken kommen, die den Sprintermannschaften das Leben schwer machen können.
Der Etappenplan:
1. Etappe: So, 27. Januar: Doha – Doha Mannschaftszeitfahren, 6km
2. Etappe: Mo, 28. Januar: Al Zubarah – Doha Golf Club 137,5km
3. Etappe: Di, 29. Januar: Camel Race Track – Qatar Foundation, 147,5km
4. Etappe: Mi, 30. Januar: Khalifa Stadium – Al Khor Corniche, 131,5km
5. Etappe: Do, 31. Januar: Al Khor Academy – Al Khor Corniche 170km
6. Etappe: Fr. 1. Februar: Al Wakra – Doha 120km
Die teilnehmenden Teams: Quick.Step, Silence-Lotto, Liquigas, Lampre, Milram, Bouygues Telecom, Cofidis, Credit Agricole, Saunier Duval, BMC, Slipstream, Skil-Shimano, Topsport Vlaanderen, Team Tinkoff, Drapac Porsche, Doha Team, Iranische Nationalmannschaft
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