Bei Tour Down Under als Gerdemanns Helfer

Voigt: "Meine letzte Saison - höchstwahrscheinlich"


Jens Voigt (RadioShack-Nissan) als Lokomotive beim Kriterium in Adelaide | Foto: ROTH

15.01.2012  |  Adelaide (dpa) - Auch im Alter von 40 Jahren ist der Termin für sein Karriereende immer noch nicht endgültig klar. "Das ist meine letzte Saison - höchstwahrscheinlich", sagt der nimmermüde Jens Voigt vor dem WorldTour-Start 2012 bei der am Dienstag beginnenden Tour Down Under.

"Irgendwann muss ich ja mal den Absprung schaffen, aber ich bin noch heiß", meinte der Mecklenburger, der in Berlin wohnt. Eine klare Vorstellung hat Voigt dagegen von seinem größten Wunsch in diesem Jahr: Der Routinier hofft im Juli auf einen Start bei der Tour de France - es wäre die Fünfzehnte seiner Karriere.

In Frankreich will er in seinem neuen RadioShack-Nissan-Team mithelfen, dass der Luxemburger Andy Schleck nach drei zweiten Plätzen in Folge endlich das Gelbe Trikot nach Paris trägt. "Das ist natürlich das ganz große Saisonziel", so Voigt, der 2008 schon einmal seinen damaligen Kapitän Carlos Sastre zum Tour-Sieg führte.

Im traditionellen Vorspiel zur sechstägigen Tour Down Under, dem Kriterium von Adelaide, meldete sich Voigts Landsmann André Greipel (Lotto-Belisol) mit seinem Sieg eindrucksvoll aus der Winterpause zurück. Der Zuschauer-Zuspruch mit mehr als 100 000 Fans war für den Aufgalopp ohne Einfluss auf die Gesamtwertung enorm. Der gebürtige Rostocker könnte der erste Profi sein, der die Rundfahrt durch Südaustralien nach 2008 und 2010 zum dritten Mal gewinnt.

Voigt setzt aber vor allem auf seine Teamkollegen Linus Gerdemann und Daniele Bennati. "Von Linus erwarten wir hier in der Gesamtwertung viel und Bennati ist auch gut drauf", sagte der Routinier, der nach seinem Handbruch aus der vergangenen Saison noch leicht gehandicapt ist. Eigene Ambitionen hat der sechsfache Familienvater in Australien nicht. Er will bei der prominent besetzten Tour langsam für die kommenden Aufgaben in Europa - Mallorca-Challenge und Andalusien-Rundfahrt im direkten Anschluss - in Schwung kommen.


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