Tour Down Under: Sieg auf 1. Etappe, aber Roelandts verletzt

Greipel: Freud und Leid zum Auftakt


André Greipel (Lotto-Belisol) trägt nachd er 1. Etappe der Tour Down Under das orangefarbene Führungstrikot. | Foto: ROTH

17.01.2012  |  (rsn) – André Greipel und sein Lotto-Belisol-Team machten auf der 1. Etappe der Tour Down Under Freud und Leid durch. Zwar gewann der Deutsche nach einem dramatischen Finale im Foto-Finish vor dem Italiener Alessandro Petacchi (Lampre-ISD) und übernahm die Gesamtführung des ersten WorldTour-Rennens der Saison.

Doch der Sieg war teuer erkauft, denn mit Jurgen Roelandts schied einer von Greipels wichtigsten Helfern aus. Der Belgische Meister von 2008 wird dem Lotto-Team doppelt fehlen, denn er sollte auch auf Gesamtwertung fahren. Der 26 Jahre alte Roelandts war einer von mehr als 20 Fahrern, die einen knappen Kilometer vor dem Ziel in einen Massensturz verwickelt waren. Roelandts wurde mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch in eine Klinik eingeliefert. Für ihn ist das Rennen schon nach der 1. Etappe beendet.

Aber nicht nur die Stürze sorgten für ein denkwürdiges Rennen – auch die Temperaturen waren extrem. „Was für ein Tag. 52°C hat mein SRM heute aufgezeichnet. Phasenweise habe ich mich gefühlt wie ein Steak auf dem Grill, doch am Ende hat alles gepasst. Die Jungs haben heute wieder toll gearbeitet“, wusste Greipel nach der Etappe auf seiner Website zu berichten. Dabei hätte nicht viel gefehlt und der Lotto-Kapitän wäre auch durch den Sturz ausgebremst worden.

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„Dabei ist mir der Fuß aus dem Pedal gerutscht und ich habe mich schon auf den Autos liegen sehen, konnte aber im letzten Moment die Situation wieder unter Kontrolle bringen, auch wenn ich einige Positionen verlor“, so der 29-Jährige, dem es danach wieder gelang, sich nach vorne durchzukämpfen und Petacchi praktisch auf der Ziellinie noch abzufangen.

Neben Roelandts stürzte auch noch Greipels Anfahrer Greg Henderson, der sich aber wohl nicht schlimmer verletzte. Kritik äußerte der zweifache Gesamtsieger der Tour Down Under an der Streckenführung im Finale. "Warum müssen wir einen Bergab-Sprint fahren? Wir hatten bei Gegenwind 75 km/h drauf, bei Rückenwind wären es zwischen 80 und 85 gewesen" so Greipel. „Klar, es ist Teil unseres Jobs und niemand schreibt einem vor mitzusprinten, aber die Organisatoren sollten das Risiko besser kalkulieren.“

Renn-Direktor Mike Turtur erklärte dagegen. „Das Finale war schnurgerade – bei der technischen Besprechung wurde jeder darüber informiert, dass es leicht bergab gehen und es deshalb schnell sein würde.“ Turtur kündigte an, sich mit Greipel treffen und die Bedenken des zweifachen Tour Down Under-Gewinners anhören zu wollen.

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