Schweizer bei Tour Down Under wieder an der Spitze

Kohler: "Das hätte ich nicht erwartet"


Martin Kohler (BMC) trägt nach der 4. Etappe der Tour Down Under wieder das Trikot des Gesamtführenden. | Foto: ROTH

20.01.2012  |  (rsn) – Nur einen Tag, nachdem er die Gesamtführung bei der Tour Down Under an André Greipel (Lotto-Belisol) hatte abgeben müssen, holte sich Martin Kohler (BMC) das orangefarbenes Trikot vom Deutschen wieder zurück. Der Schweizer Zeitfahrmeister kam auf der 4. Etappe nach 130 Kilometern von Norwood nach Tanunda gemeinsam mit rund 50 anderen Fahrern ins Ziel. Die Gruppe hatte sich auf den letzten knapp 30 Kilometern im Anstieg zum Menglers Hill (1. Kat.) vom Feld absetzen und einen formidablen Vorsprung von fast acht Minuten herausfahren können.

"Es ist ein unglaubliches Gefühl, ich hätte das nicht erwartet", freute sich Kohler über das zurück erkämpfte Führungstrikot. "Ich hätte nicht gedacht, dass das Finale so schwer wird. Greipel verlor den Anschluss. Er hatte aber den ersten Zwischensprint gewonnen und ich dachte, dass er schon elf Sekunden vorne wäre. Aber am Ende waren es einige Minuten, die er einbüßte.

BMC und andere Teams hatten das Tempo erhöht, nachdem Greipel am Berg den Anschluss verloren hatte. „Am Beginn haben mehrere Mannschaften zusammen gearbeitet, dann habe ich alleine weiter gemacht“, erklärte Kohlers Teamkollege Mathias Frank. „Es ist eine coole Sache, dass wir das Jersey zurück erobert haben. Ich hoffe wirklich, dass mein Zimmerkollege es morgen auch noch trägt und es bis zum Ende behalten kann."

Auf die am Samstag anstehende Königsetappe hinauf zum Old Willunga Hill nimmt Kohler allerdings nur einen knappen Vorsprung von je zwei Sekunden auf den Australier Michael Matthews (Rabobank) und Freire mit. Die 45 bestplatzierten Fahrer sind durch ganze zwölf Sekunden getrennt.

Deshalb erwartet auch BMC-Sportdirektor Rik Verbrugghe einen knappen Rennausgang. "Das Leadertrikot trägt hoffentlich viel zur Moral von Martin auf der schweren Etappe bei“, sagte der Belgier „Wir fahren den Berg zwei Mal - nicht drei Mal wie in den Jahren zuvor. Aber auch das wird hart genug. Außerdem endet die Etappe mit einer Bergankunft. Ich denke, dass wir mit 30 oder 40 Fahrern in der ersten Gruppe ankommen werden."

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