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16.08.2022 | (rsn) – Kurz und knackig - so lautet das Motto der diesjährigen EM-Einzelzeitfahren der Elite. Am Mittwoch warten 24 Kilometer rund um Fürstenfeldbruck, westlich von München gelegen. Frauen und Männer werden wie in den letzten Jahren auf demselben Parcours unterwegs sein. Erstere gehen ab 14 Uhr auf die Strecke, ehe um 17.30 Uhr der Wettbewerb der Männer startet.
Der Beginn der Runde hat es in sich, hier könnten Vorentscheidungen fallen. Sind die Fahrerinnen und Fahrer einmal von der Rampe gerollt, geht es direkt wieder bergauf. Der erste Kilometer ist mit im Schnitt 5,5 Prozent Steigung auch zugleich der Schwerste. Nach einer kurzen Abfahrt geht es danach erneut für einen guten Kilometer bergauf. In Biburg ist dann nach rund 3000 Metern bereits der höchste Punkt der Strecke erreicht.
Bis zur Hälfte des Rennens bleibt es wellig, auf eine längere Abfahrt folgt eine Gegensteigung und eine Passage über ebenes Terrain. Die letzten 4000 Meter sind dann größtenteils abschüssig. Die einzige Zwischenzeit wird nach 15,3 Kilometern genommen. Technisch ist der Kurs nicht besonders anspruchsvoll.
Das Profil des Zeitfahr-Parcours'. | Foto: Veranstalter
Im vergangenen Jahr waren die Zeitfahren um die europäische Krone fest in Schweizer Hand. Bei den Frauen beendete Marlen Reusser die seit der Einführung der Wettkämpfe 2016 anhaltende Siegesserie der Niederländerinnen. Bei den Männern gelang Stefan Küng die Titelverteidigung.
Reusser wäre auch in diesem Jahr wieder eine der Top-Favoritinnen, wenn sie nicht bei der Tour de France Femmes schwer gestürzt und erst seit kurzem wieder im Training wäre. Eine Medaille ist der WM-Zweiten von 2021 dennoch zuzutrauen, auch wenn Gold nur über Ellen van Dijk geht. Die Niederländerin gewann die ersten vier Austragungen und wurde in den letzten beiden Jahren jeweils Zweite. In der laufenden Saison hat die Weltmeisterin jedes Zeitfahren, bei dem sie an den Start ging – drei Einzel- und ein Teamzeitfahren – für sich entschieden.
Chancen auf Medaillen haben auch die beiden deutschen Starterinnen Lisa Brennauer und Lisa Klein. Das Duo belegte 2021 in Trient die Plätze drei und vier. Beide haben ihre gute Form in München bereits auf der Bahn unter Beweis gestellt und mit dem Vierer den Titel geholt.
Bei den Männern dürften die beiden deutschen Starter Miguel Heidemann und Max Walscheid weniger aussichtsreich sein. Nach anfänglich anderen Plänen wird Filippo Ganna nun doch starten und ist damit derjenige, der zu schlagen ist. Das werden in erster Linie Titelverteidiger Küng und sein Landsmann Stefan Bissegger versuchen. Die Polen haben mit Maciej Bodnar ein Eisen im Feuer, Belgien mit Rune Herregodts. Mikkel Bjerg wird versuchen, das Trikot mit den Sternen für Dänemark zu erringen.
Ellen van Dijk will nach Platz zwei im Vorjahr diesmal EM-Gold gewinnen.
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