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26.08.2026 | (rsn) – Nach mustergültiger Vorbereitung seines Teams hat Matthew Brennan (Visma – Lease a Bike) seinen zweiten Tagessieg bei der 81. Vuelta a Espana (2.UWT) gefeiert. Der 21-jährige Brite ließ auf der 5. Etappe über 173,4 Kilometer von Falset nach Roquetes im erwarteten Sprint der Konkurrenz keine Chance und verwies mit deutlichem Vorsprung den Belgier Jordi Meeus (Red Bull – Bora – hansgrohe) auf den zweiten Platz.
Auf den weiteren Positionen folgten die Italiener Vincenzo Albanese (EF Education – EasyPost) und Alessandro Romele (XDS – Astana). Fünfter wurde der Franzose Axel Laurance (Netcompany – Ineos).
“Es ist fantastisch, bei der ersten Grand Tour den zweiten Sieg in der Tasche zu haben. Man hat wieder gesehen, dass jeder im Team alles gegeben hat und ich bin sehr dankbar, es erneut vollenden zu können. Ich denke auch, dass die Jungs sehr erleichtert sind“, kommentierte Brennan im Flash-Interview seinen nächsten Coup, bei dem alle Visma-Rädchen ineinenader griffen.
“Ja, es war wirklich auf den Punkt. Wir hatten zwei Jungs vorne, die bis zu den letzten paar Kilometern Tempo gemacht haben. Dann hatten wir Wout (Van Aert) und Christoph (Laporte) zum Schluss, die zwei weltbesten, die man für so ein Finale haben kann“, lobte der Tagessieger seine routinierten Teamkollegen, die ihn perfekt lanciert hatten.
Dabei hatte Brennan nach eigenen Angaben noch einen Schreckmoment zu überstehen, als er in der letzten Kurve auf die rutschige Fahrbahnmarkierung geriet. “Zum Glück bin ich heil geblieben. Auch Christophe hat es etwas gespürt und diese Situation sehr gut gemeistert. Ich bin so froh, dass wir mit nach oben gestreckten Armen die Etappe beenden konnten.“
Chancenlos war dann auch Red-Bull-Sprinter Meeus, der am einzigen Anstieg des Tages abgehängt wurde, sich dann aber wieder zurück- und im Finale sich sogar an Brennans Hinterrad kämpfte. “Im Moment bin ich ziemlich müde. Ich musste sehr tief gehen, um die Anstiege zu überleben. Dann habe ich direkt gespürt, dass mir nach den Anstiegen ein bisschen Spritzigkeit in den Beinen fehlt. Aber ich war eigentlich in der perfekten Position, am Hinterrad von Brennan. Aber er war einfach ein bisschen schneller“, sagte der Belgier zu Eurosport und lobte auch Brennans Team.
“Ich glaube, Visma hat auch einfach den perfekten Lead-Out gemacht. Sie haben es perfekt getimed. Am Ende hatte ich nicht genug Power, um Matthew zu überholen“, sagte Meeus, um dann noch ein positives Fazit zu ziehen. “Ich bin froh, dass ich hier mitsprinten konnte. Wir wussten, dass es hart werden würde. Aber die Beine haben sich ganz gut angefühlt.“
Auf den ersten Positionen der Gesamtwertung gab es keine Veränderungen. Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) behauptete souverän das Rote Trikot vor seinem Landsmann Primoz Roglic (Red Bull – Bora – hansgrohe). Die beiden Slowenen trennen weiterhin deutliche 3:21 Minuten. Der Österreicher Felix Gall (Decathlon - CMA CGM / +3:57) folgt auf Rang sieben. Marco Brenner (Tudor) bleibt auf Rang 15 bester der sieben deutschen Profis bei dieser Vuelta.
Pogacar führt auch weiterhin die Berg- und die Punktewertung der Spanien-Rundfahrt an. Oscar Onley (Netcompany - Ineos) bleibt im Weißen Trikot des besten Nachwuchsfahrers, UAE behauptete die Führung in der Teamwertzung.
Ohne den in Folge von Sturzverletzungen ausgeschiedenen Cian Uijtdebroeks (Movistar) wurde die 5. Etappe gestartet. Am ersten Tag auf spanischem Territorium initiierte Fredrik Dversnes (Uno-X Mobility) nach nur wenigen Kilometern eine Ausreißergruppe, zu der neben dem Norweger noch der Schweizer Stefan Küng (Tudor), die Italiener Walter Calzoni (Pinarello – Q36.5) und Mattia Gaffuri (Picnic – PostNL) sowie der Spanier Diego Uriarte (Equipo Kern Pharma) gehörten. Von den Verfolgern bekam das im Gesamtklassement bereits weit zurückliegende Ausreißer-Quintett aber nur gut zwei Minuten Vorsprung zugestanden.
Kurz darauf fiel Küng wieder zurück, ins Feld das auf dem windanfälligen Parcours seinen Rückstand nach nur 35 gefahrenen Kilometern bereits halbiert hatte. Verantwortlich dafür zeigte zunächst vor allem Oscar Onleys Ineos-Team, dem sich dann aber weitere Mannschaften anschlossen, so dass die restlichen Ausreißer nach nur 70 Kilometern bereits wieder gestellt waren.
Danach setzte sich Ethan Hayter (Soudal - Quick-Step), stellvertretend für Pogacar im Grünen Trikot unterwegs, aus dem Feld ab und fuhr sich bis zum Zwischensprint einen Vorsprung von gut 30 Sekunden heraus, um sich dort 20 Punkte zu sichern und seinen Rückstand gegenüber Pogacar zu reduzieren. Dahinter holte sich Wout van Aert (Visma – Lease a Bike) aus dem Feld heraus Platz zwei und die damit verbundenen 17 Zähler.
Das Streckenprofil der 5. Etappe der Vuelta a Espana | Foto: Veranstalter
Kurz darauf wurde Hayter eingangs der Hügelzone eingefangen, ehe erneut Ineos das Feld in die Länge zog. Danach ging es wieder kontrollierter zu, was Andreas Kroon (Uno-X Mobility) 44 Kilometer vor dem Ziel zu einer Attacke veranlasste. Am Fuße des 3,5 Kilometer langen und rund sechs Prozent steilen einzigen kategorisierten Anstieg des Tages war der Däne aber wieder gestellt, nachdem vor allem Lidl – Trek und Netcompany - Ineos das Tempo mächtig angezogen hatten.
Danach kontrollierten Pogacars Team das Geschehen mit beständig hohem Tempo, dem unter anderem Mads Pedersen (Lidl – Trek) zum Opfer fiel. Dagegen schaffte der zwischenzeitlich abgehängte Red-Bull-Sprinter Meeus später wieder den Anschluss. Pavel Sivakov (UAE – Emirates – XRG) führte das noch rund 60 Fahrer umfassende Feld über die Bergwertung und auf die letzten 25 Kilometer, wo UAE weitere Attacken, unter anderem von van Aert, souverän vereitelte.
Auf den letzten zehn Kilometern spannte sich Visma in fast voller Mannschaftsstärke vor das Feld. Van Aert lotste den Sprintzug durch das technische Finale, ehe er kurz vor der letzten Kurve an Laporte übergab. Der Franzose zog dann auf der leicht ansteigenden Zielgerade Brennan perfekt den Sprint an. Meeus war an dessen Hinterrad, kam auf den letzten Metern aber nicht mehr aus dem Windschatten des Briten heraus, der sich souverän seinen zweiten Vuelta-Etappensieg sicherte.
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