Keine GC-Änderungen an zweiter Langkawi-Bergankunft

Rikunov feiert Ausreißercoup, Jasch verteidigt Führungstrikot

Von Matthias Seng

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Petr Rikunov (Wheeltop Rotor) hat die 4. Etappe der Tour de Langkawi gewonnen. | Foto: Cor Vos

30.09.2026  |  (rsn) – Lennart Jasch (Tudor) hat auf der 4. Etappe der Tour de Langkawi (2.Pro) einen möglichen zweiten Tagessieg verpasst, sein Führungstrikot bei der malaysischen Rundfahrt jedoch souverän verteidigt. Der 25-jährige Deutsche kam nach 142,3 Kilometern von Meru Raya zur Bergankunft in den Cameron Highlands mit dem Feld 1:35 Minuten hinter Petr Rikunov als Tagesneunter ins Ziel.

Der für das chinesische KT-Team Wheeltop Rotor fahrende Russe setzte sich aus der Ausreißergruppe des Tages heraus nach einem entschlossenen Antritt kurz vor dem Ziel souverän vor dem Spanier Javier Ibánez (Caja Rural - Seguros RGA / +0:03) und dem Franzosen Alan Jousseaume (TotalEnergies / +0:09) durch und feierte seinen zweiten Sieg in einem Profirennen. Im vergangenen Jahr hatte er in China eine Etappe der Tour of Magnificent Qinghai (2.Pro) für sich entscheiden können.

“Es war ein super schwerer Tag und ich bin jetzt happy. Der heutige Schlussanstieg war perfekt für mich – nicht zu steil. Auf der 2. Etappe hat sich das GC für uns erledigt und das hat uns Möglichkeiten eröffnet, über Ausreißergruppen zu versuchen, Etappensiege einzufahren. Heute haben wir in der Gruppe den ganzen Tag Vollgas gegeben und als die Lücke vier, fünf Minuten groß war, haben wir daran geglaubt“, sagte der 29-jährige Rikunov im Flash-Interview nach seinem Ausreißercoup.

“Auf den letzten fünf Kilometern hat mir mein Sportdirektor gesagt, dass wir noch 2:30 Minuten hätten, da habe ich ganz stark an den Sieg geglaubt. Ich habe dann auf einen guten Moment für meine Attacke geartet und dann auf dem letzten Kilometer Vollgas gegeben und nicht mehr zurückgeschaut. Für mich ist das ein sehr schöner Sieg und ein sehr wichtiger für unser Team“, so der Etappengewinner, zu dessen Mannschaftskollegen seit Mitte des Jahres auch der frühere WorldTour-Profi Jonathan Klever zählt. 

Der Ecuadorianer war in Malaysia der Mann für das Gesamtklassement, handelte sich bereits an der ersten Bergankunft aber mehr als vier Minuten Rückstand ein. “Da hatte er nicht die Beine und dann haben wir unseren Plan geändert und fahren seitdem auf Etappensiege. Heute hat es geklappt – Job erledigt“, fügte Rikunov lächelnd an.

Auf den ersten Positionen des Gesamtklassements gab es keine Änderungen. Jasch liegt unverändert 20 Sekunden vor dem Spanier Abel Balderstone (Caja Rural – Seguros RGA), auf Rang drei folgt dessen Landsmann und Teamkollege Jan Castellon (+0:38). Jaschs Schweizer Teamkollege Robin Donzé belegt mit 2:12 Minuten Rückstand Rang elf.

Der Italiener Matteo Malucelli ((XDS - Astana) bleibt in der Punktewertung vorn, Rikunov rückte an die Spitze der Bergwertung vor, die Unbet - Rose Rpckets bleiben bestes Team der Rundfahrt, die am Donnerstag zur dritten und letzten Bergankunft in den Genting Highlands führt. Am 20 Kilometer langen und 7,5 Kilometer langen Schlussanstieg wird die Vorentscheidung im Kampf um den Gesamtsieg fallen.

Das Streckenprofil der 4. Etappe der Tour de Langkawi | Foto: Veranstalter

Jaschs Tudor-Team ließ am vierten Tag eine ursprünglich sechsköpfige Ausreißergruppe um Jousseaume (TotalEnergies) bis auf fast fünf Minuten davonziehen und kontrollierte dahinter das Geschehen. Im oberen Teil des insgesamt rund 46 Kilometer steilen, aber im Schnitt nur drei Prozent steilen und von einer kurzen Abfahrt unterbrochenen Schlussanstiegs fiel das Sextett auseinander.

An der Spitze übrig blieben neben Jousseaume noch die beiden Spanier Ibánez und Nil Gimeno (Equipo Kern Pharma) sowie Rikunov. Fünf Kilometer vor dem Ziel betrug der Vorsprung dieses Quartetts auf das mittlerweile von Picnic – PostNL angeführte Feld noch rund drei Minuten. Gimeno fiel kurz darauf in einer rund sechs Prozent steilen Passage aus der Spitzengruppe zurück.

Das verbliebene Trio arbeitete bis ins Finale hinein gut zusammen und behauptete seinen Vorsprung. Eingangs des Schlusskilometers konterte Rikunov eine Attacke von Ibanez und stürmte auf den abfallenden letzten Metern zum bisher größten Sieg seiner Karriere.

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