Giant Contend AR

Günstiger Grenzgänger zwischen Gravel und Straße

24.09.2026  |  Eine Vision – drei Versionen: Mit dem neuen Contend lässt Giant die Grenzen zwischen Rennrad und Gravelbike weiter verschwimmen. Bereits jetzt verfügt die Marke mit dem Carbon-Modell Defy über einen Allroad-Renner, der bis zu 40 mm breite Reifen aufnimmt und damit auch für Holperstrecken geeignet ist. Mit gleich 43 mm Reifenfreiheit ist das neue Alu-Rad aber bereits „Gravel light“ und für so ziemlich alles geeignet, was ohne Federung fahrbar ist.

Das neue Alu-Modell von Giant präsentiert sich schnörkellos und elegant.

Gegenüber dem Defy ist das Contend außerdem auf eine noch komfortablere, wenn auch aktive Sitzhaltung abgestimmt, und spätestens hier ahnt man, auf welche Nutzergruppen der weltgrößte Radhersteller mit dem vielseitigen Newcomer abzielt: auf Einsteigerinnen und Einsteiger, die sich für ein Dropbar-Bike interessieren, sich aber nicht zwischen Straße und Gelände entscheiden können oder wollen. Wobei eigens für erstere das zeitgleich vorgestellte Modell BeLiv AR der Schwestermarke Liv konzipiert wurde.

Fahrspaß auf jedem Untergrund, auch für Einsteiger – das ist die Zielrichtung des neuen Giant.

Typisch für Aluminiumrahmen von Giant sind die glatten Rohrübergänge und Details wie eine integrierte Sitzklemme, die der stoßdämpfenden Carbonsattelstütze mit D-förmigem Querschnitt sicheren Halt gibt. Die Formensprache des Giant Contend kennt man bereits von anderen Bikes der Marke: auf der einen Seite das günstige Alu-Rennrad Contend SL mit knappen 33 mm Reifenfreiheit, auf der anderen das Alu-Gravelbike Revolt, das mit ganzen 53 mm breiten Pneus gefahren werden kann.

Das neue Modell verfügt im Gegensatz zu diesen Rädern über eine moderne UDH-Hinterradaufnahme; anders als am Alu-Gravelbike fehlen hier die vielseitigen Anbaumöglichkeiten – für Touren mit Gepäck hat Giant dieses Modell nicht vorgesehen. Auch die Carbongabel mit groß dimensioniertem Steuerrohr für höhere Lenkpräzision präsentiert sich ohne die typischen Gewindebohrungen für Gepäckhalter; ein Schutzblech lässt sich allerdings anbringen.

Mit Shimano Cues 1x11 ist das Giant Contend AR 1 stärker in Richtung Gravel orientiert.

Deutlich in Richtung Rennrad geht die Geometrie des Giant, die mit kurzen Kettenstreben und eher knappem Radstand sowie einem recht steilen Lenkwinkel einen handlichen, agilen Charakter verspricht. Auffällig ist das etwas weniger hoch positionierte Tretlager – so hat man beim Anhalten die Füße schneller am Boden.

Eine schöne Lackierung und die breit abgestufte 2x10-Schaltung sprechen fürs günstigste Contend AR.

Giant bietet das neue Contend AR im für Aluminiumräder typischen Preisbereich an: Das Topmodell AR 0 mit Shimano 105 2x12 kostet 2.000 Euro, darunter positionieren sich das AR 1 mit Shimano Cues 1x11 als stärker offroad-orientierte Version (1.700 Euro) sowie das AR 2 mit einer besonders breit abgestuften 2x10-Gang-Schaltung für 1.600 Euro. Alle drei Modelle werden mit Alu-Radsatz, leicht ausgestelltem Lenker sowie 32 mm breiten Reifen ausgeliefert, die auch schlauchlos gefahren werden können.

Für jene, die nur ab und zu aufs Dropbar-Bike steigen, ist ein Modell wie das Giant Contend AR eigentlich perfekt.

Insgesamt ergibt sich der Eindruck schnörkelloser Praxistauglichkeit, womit Giant viele Nutzer ansprechen dürfte: Anstatt hohe Summen für ein etwas geringeres Gewicht oder kaum spürbare aerodynamische Vorteile auszugeben, bekommen sie hier zu attraktiven Preisen vielseitige Fahrräder, die nicht zuletzt mit gelungener Optik und frischen Lackierungen Fahrspaß auf der Straße und offroad versprechen.

www.giant-bicycles.com

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