Die Stimmen zum WM-Gravelrennen der Frauen

Klöser: “Am Ende des Tages kannst du es nur versuchen“

Von Jens Claussen

Foto zu dem Text "Klöser: “Am Ende des Tages kannst du es nur versuchen“"
Rosa Klöser schrammte unglücklich am möglichen ersten Weltmeistertitel vorbei | Foto: Cor Vos

10.10.2026  |  (rsn) – Nach einem umkämpften Finale mit der Deutschen Rosa Klöser sicherte sich die Niederländerin Marianne Vos bei Matsch und Regen nach 2024 zum zweiten Mal den WM-Titel im Gravel. Was bis vier Kilometer vor dem Ziel nach einer Sprintentscheidung zwischen den beiden aussah, bescherte Vos nach einem Sturz Klösers einen Solosieg.

Nicht minder spannend ging es bei der Entscheidung um die Bronzemedaille zu. Als Teamkolleginnen gemeinsam bei Canyon x DT Swiss ATR unter Vertrag rangen die Deutsche Nele Laing und Larissa Hartog (Niederlande) unerbittlich bis zur Ziellinie um den verbleibenden Platz auf dem Podium. Mit dem besseren Ende für Hartog, die den Sprint gewann. Das beeindruckende deutsche Teamergebnis rundeten Carolin Schiff auf Platz 11 sowie Jade Treffeisen mit Rang 20 ab.

In unserem Stimmensammler können Sie nachlesen, was die Protagonistinnen nach dem Rennen zu sagen hatten.

Die Stimmen zum WM-Gravelrennen der Frauen

Marianne Vos (Niederlande / Weltmeisterin / Flash-Interview): “Es bedeutet mir viel! Ich wusste, dass die Kurve (in der Klöser stürzte) vor der Abfahrt tricky ist. Da wollte ich vorne sein und meine eigene Linie fahren. Natürlich ist es unglücklich, dass Rosa da gestürzt ist. Ich war sehr glücklich als die Weltmeisterschaften hier für Australien angekündigt wurden. Das ist ein fantastischer Kurs hier in Western Australia und es ist großartig hier das Regenbogentrikot zu holen.

Rosa Klöser (Deutschland / Zweite / Cyclingnews): "Es war definitiv ein hartes Rennen. Ich meine, die Strecke ist wirklich unerbittlich. Es war (nach dem Platten) eine wirklich große Aufgabe für mich, zurückzukommen, weil es auch nicht einfach war, das Loch in meinem Reifen zu finden. Also hat es wirklich eine ganze Weile gedauert, bis ich wieder in Fahrt kam. Ich habe meinen Reifen wahrscheinlich auch ein bisschen überpumpt, als er platt wurde. Aber das ist Rennen, das ist Schotter. Am Ende des Tages kannst du es nur versuchen."

Nele Laing (Deutschland / Vierte / RSN): "Ein ziemlich harter Tag, das war eine komplette Matschparty. Das Rennen war zu Beginn weniger hart als gedacht, wahrscheinlich auch, weil einige Favoritinnen einen Platten hatten. Danach wurde es dann aber wie erwartet zu einem Ausscheidungsrennen und es war klar: Wer am besten über die Berge kommt, gewinnt das Ding auch. Als Teamkolleginnen haben Larissa (Hartog) und ich uns dann darauf geeinigt, dass wir es zum Ende aussprinten. Ich hätte die Medaille gerne gehabt und hätte sie auch verdient.”

Carolin Schiff (Deutschland / 11. Platz / RSN): "Das Rennen war brutal und das Wetter hat komplett verrückt gespielt. Aufgeweichter Untergrund, es rollte schlecht und dazu ging es nur rauf und runter. Ich war heute Morgen leicht erkältet und hatte nicht die allerbesten Beine. Aber am Ende bin ich mit dem 11. Platz zufrieden. Larissa (Hartog) ist Dritte geworden und damit haben wir unser Ziel, hier als Team eine Medaille zu holen erreicht.”

Jade Treffeisen (Deutschland / 20. Platz / RSN): “Die Bedingungen waren viel krasser als erwartet, eigentlich hätte es gar nicht regnen sollen. Wir können mit unserem Teamergebnis zufrieden sein, es ist top gelaufen. Wir sind mit dem Canyon-Team hierhergekommen, um eine Medaille zu holen. Von daher, 'no regrets'. Für mich persönlich war klar, dass ich an den Anstiegen Probleme haben werde. Wir hatten deshalb auch ausgemacht, dass ich zu Beginn die Arbeit mache und viel von vorne fahre. Am zweiten Anstieg wurde ich dann abgehängt. Da wusste ich, dass wir nicht mehr nach vorne kommen werden.“

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