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27.10.2026 | (rsn) - Nach ihrem Auftaktsieg hat die Deutsche Nele Laing (Canyon x DT Swiss ATR) in Südafrika auch die dritte und mit 137 Kilometern anspruchsvollste Etappe des Nedbank Gravel Burn für sich entschieden. Und das, obwohl die Darmstädterin nach einem heftigen Sturz am Vortag genäht werden musste.
Auf dem Weg von Blaauwater nach Merino konnte Laing Vortagessiegerin Hayley Preen (ChemChamp / +0:19) distanzieren und bleibt somit Führende in der Gesamtwertung vor der Südafrikanerin. Tagesdritte wurde die US-Amerikanerin Alexis Skarda (Scott – SRAM / + 0:36), die schon auf der 1. Etappe auf dem Podium stand.
Laing profitierte in den vergangenen Tagen auch von der Unterstützung ihres Teams. “Als Nele auf der 2. Etappe ziemlich heftig stürzte, haben Larissa (Hartog) und ich auf sie gewartet“, berichtete Teamkollegin Carolin Schiff gegenüber RSN. “Die Spitze war dann natürlich weg, aber wir haben versucht, Nele, mit allem, was wir hatten, wieder nach vorne zu fahren. Als wir dann im Arsch waren, ist sie nochmal All-Out gegangen und hätte es ohne einen Kettenabwurf vielleicht sogar wieder ganz nach vorne geschafft“, fügte sie an.
Obwohl sie sich in Laings Dienste stellte, läuft auch für Schiff das siebentägige Etappenrennen durch Südafrika nach Plan. Nach Rang acht und zwei weiteren sechsten Plätzen kann sie in den kommenden Tagen eventuell sogar noch am Podium kratzen. “Das Rennen ist viel härter, als ich dachte und der Untergrund rollt so gut wie gar nicht“, beschrieb die Bremerin fordernde Verhältnisse, die ihr neben einer noch nicht ganz überwundenen Erkältung das Leben doch recht schwer machen würden. “Es kommt mir gerade so vor, als habe ich meine Beine ein wenig in Australien vergessen“, meinte sie abschließend scherzhaft, um dennoch hoffnungsvoll auf die kommenden Etappen zu blicken.
Neben Laing und Schiff fuhr mit Landsfrau Jade Treffeisen auf Platz neun eine weitere Canyon-Fahrerin in die Top Ten und bestätigte damit die kompakte Vorstellung, die das Koblenzer Team bislang abliefert. Nicht minder stark präsentierte sich erneut Clara Koppenburg. Die Tudor-Fahrerin wurde auf der Klettertour über 1.550 Höhenmeter Fünfte und bestätigte damit ihre Leistungen der Vortage, in denen sie jeweils Vierte wurde. Auch Koppenburg darf sich noch berechtigte Hoffnungen auf einen Podiumsplatz machen.
Eine ähnliche Dominanz wie im Frauenrennen ist in der Männerkonkurrenz angesichts von drei Siegern an drei Tagen noch nicht erkennbar. Auf der 3. Etappe hatte der Franzose Eddy Le Huitouze (The Grip) die Nase vorn, nachdem zuvor der Schweizer Filippo Colombo (Scott - SRAM) den Sprint vor Matt Beers (Toyota Specialized Imbuko) gewonnen hatte. Als Zweiter erreichte Simon Pellaud (Cervelo Assos / 0:46) den Zielort Merino, Dritter wurde Jordy Bouts (The Grip / 1:47). Bester Deutscher war Andreas Seewald (Singer KTM Racing / +6:13) auf Platz 18.
Obwohl keiner der Canyon-Männer bislang in die Top-Ten fahren konnte, liegen Luca Dreßler, Jordan Schleck, Bradyn Lange und Jasper Ockeloen in der Teamwertung mit nur 13 Punkten Rückstand auf Toyota Specialized Imbuko auf Rang zwei.
Bei den Frauen hat Canyon x DT Swiss ATR diese Wertung bereits sicher, vorausgesetzt, drei Fahrerinnen erreichen das Ziel in Shamwari. Alle übrigen gemeldeten Teams sind bereits aus der Wertung gefallen, da jeweils weniger als drei Athletinnen klassifiziert waren.
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