Der "pressedienst-fahrrad" erklärt wichtige Begriffe

Was Sie 2017 über Fahrräder wissen müssen

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Gravel Bikes sind Rennräder zum Fahren (auch) auf Feld- und Schotterwegen. | Foto: 3t

11.01.2017  |  Wer sich 2017 ein neues Fahrrad kaufen möchte, der sieht sich einer Vielzahl von Produkten und Innovationen gegenüber. Der pressedienst-fahrrad stellt wichtige Begriffe vor, die Sie beim Besuch eines Fahrrad-Shops in diesem Jahr unbedingt kennen sollten...

Gravel Bikes
sind Rennräder zum Fahren (auch) auf Feld- und Schotterwegen. Durch ihr breites Einsatzgebiet werden sie auch „Adventure Roadbikes“ oder „Multiterrain-Räder“ genannt. Profilierte, breitere Reifen sorgen für „Schlechtwege-Tauglichkeit“ und den nötigen Grip.

„Gravel Bikes sind seit zwei, drei Jahren im Kommen. Sie eröffnen Rennradfahrern neue Möglichkeiten und Routen“, erklärt Doris Klytta vom Reifen-Spezialisten Schwalbe. Die Rahmengeometrie ist ein Kompromiss aus Rennrad und Cyclocrosser, und ermöglicht so einen hohen Fahrkomfort auf unterschiedlichen Wegen.

Bikepacking
ist einfach ausgedrückt die Synthese aus Fahrradfahren und "Minimalismus-Camping". Es verspricht die Freiheit einer Mehrtages-Fahrradtour in Kombination mit dem Abenteuer eines Offroad-Ausflugs: Biken, essen, schlafen, wiederholen...

„Das schöne am Bikepacking ist: Man hat alles wichtige direkt am Rad verstaut. So eröffnen sich für Abenteurer vollkommen neue Wege, die man erfahren kann“, fasst Peter Kühn, PR-Manager beim Radgepäck-Produzenten Ortlieb, zusammen.

Smart Cycling
Ob Navigation, Diebstahlschutz oder Trainingsdaten – Fahrradfahren wird digital. Gerade bei E-Bikes scheinen keine Grenzen gesetzt: Beispielsweise zeigt Fahrradhersteller Haibike in Kooperation mit der Deutschen Telekom eine Plattform zur Vernetzung von E-Bikes mit Smartphones.

"E-Connect" heißt das System, das eine Ortungsfunktion, Leistungsdatenaustausch mit Trainings-Apps oder eine automatische Unfallerkennung mit Notruf bietet. „Damit hat auch der Radfahrer eine Möglichkeit, sich im wachsenden digitalen Netzwerk zu integrieren“, so Susanne Puello, Geschäftsführerin von Haibike.

Riemenantrieb
Wartungsarm, leise, sauber und länger haltbar: Das sind die vier wesentlichen Vorteile eines Riemenantriebs gegenüber der Fahrradkette. Was bislang Reiseradlern und Langstreckenfahrern vorbehalten war, wird zunehmend auch dem Alltagsfahrer ermöglicht: Immer mehr Fahrradhersteller machen ihre Rahmen nicht nur bei Citybikes „Riemen-ready“.

Zusätzlich wird durch neue Produkte wie die „CDN“-Riemen, -Zahnscheiben und -Kurbeln von Riemen-Pionier Gates der Einstiegspreis von Fahrrädern mit Riemenantrieb unter 1000 Euro ermöglicht.

Leasing
Fahrräder und E-Bikes können mit Unterstützung des Arbeitgebers geleast werden. Wie beim Auto gilt beim Dienstfahrrad-Konzept die Ein-Prozent-Regel. So können Mitarbeiter ihr Wunschrad über die monatliche Gehaltsabrechnung bezahlen, und dabei Geld sparen.

„Die Möglichkeit des Leasens ist ein Ansporn, sich für ein hochwertiges Rad zu entscheiden“, ist Tobias Spindler, Kommunikations-Manager beim E-Bike-Spezialisten Riese & Müller, überzeugt. Nach Ablauf des Leasing-Vertrags kann das Rad zum Restwert erworben, oder ein neues Bike geleast werden.

Bambus
ist für den Bau von Fahrradrahmen eine interessante Alternative. Die stabilen Rohre federn Erschütterungen ab, und sind dabei witterungsresistent. „Außerdem sieht ein Bambus-Rad stylisch aus, und man fällt überall auf“, sagt Jonas Stolzke vom Bambusfahrrad-Hersteller My Boo. Für die Saison 2017 präsentiert sein Unternehmen erstmalig ein Elektrorad mit Bambusrahmen.

Innovative Sicherheit
Das Thema Sicherheit für Radfahrer wird 2017 in allen Facetten groß geschrieben. Ein Beispiel: Bei "Nut-Fix" von Abus handelt es sich um einen Diebstahlschutz für Laufräder und Sattelstützen. Durch eine spezielle Kappe an der Mutter lässt sich diese nur im Liegen öffnen. „Wenn das Rad an einen festen Gegenstand angeschlossen ist, ist ein Öffnen quasi unmöglich“, erklärt Torsten Mendel, Marketing-Manager von Abus.

Aber auch der Radfahrer selbst ist 2017 sicherer unterwegs. Gerade im urbanen Bereich setzen viele Hersteller auf zusätzliche Reflex-Elemente an Taschen, Helmen oder Bekleidung. Anbieter Vaude spricht gar von einer 360-Grad-Sichtbarkeit bei seiner neuen "Luminum"-Bekleidung. Die Produkte sind durchgehend mit reflektierendem Material ausgestattet, und erhöhen so die Sichtbarkeit bei schlechten Witterungsverhältnissen. 

 
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