Ackermann Sprintkönig, Majka Gesamtsechster

Bora - hansgrohe kehrt mit vielen Lorbeeren vom Giro zurück

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Pascal Ackermann (Bora - hansgrohe) und seine Teamkollegen hatten beim Giro reichlich gelegenheit zum Jubel. | Foto: Cor Vos

04.06.2019  |  (rsn) - Mit drei Etappensiegen, dem Maglia Ciclamino sowie einem sechsten Gesamtrang kehrte das deutsche Team Bora - hansgrohe vom 102. Giro d’Italia zurück. Zudem erreichten alle acht Fahrer am Sonntag das Ziel in Verona, um dort einen außergewöhnlich erfolgreichen GrandTour-Auftritt zu feiern.

“Die Jungs haben die ganzen drei Wochen wirklich toll zusammengearbeitet. Bora - hansgrohe ist eine Mannschaft, die zusammen Erfolge erringt, und nicht nur mit einem einzelnen Fahrer. Großes Kompliment an die Truppe“, hob Sportdirektor Jens Zemke die mannschaftliche Geschlossenheit seines Teams hervor, aus dem der zweimalige Etappensieger Pascal Ackermann als erster deutscher Gewinner des Punktetrikots der Italien-Rundfahrt sowie Rafal Majka, der für das beste GrandTour-Klassementergebnis in der Geschichte des Rennstalls aus Raubling sorgte, herausragten.

Noch überraschender als die Erfolge des Deutschen Meisters sowie des polnischen Rundfahrtspezialisten kam jedoch der Auftritt von Cesare Benedetti, der sich am Ende des zwölften Teilstücks über seinen ersten Profisieg freuen konnte - und das im Alter von 31 Jahren. Im Fokus stand jedoch der sechs Jahre jüngere Ackermann, der ein GrandTour-Debüt wie im Bilderbuch hinlegte und neben seinen beiden Etappensiegen in den Sprintankünften noch vier weitere Podiumsplatzierungen verbuchen konnte.

“Ich hatte die Motivation mich perfekt vorzubereiten, härter zu arbeiten und mich ständig zu verbessern. Zuerst fühlte ich mich als Underdog, aber jetzt weiß ich, was ich leisten kann. Ich bin einfach froh, ein Teil dieses Teams zu sein“, sagte Ackermann, der sich in der Punktewertung mit 13 Zählern Vorsprung gegenüber dem Franzosen Arnaud Demare (Groupama - FDJ) durchsetzte.

Während für Ackermann seine kühnsten Träume wahr wurden, verfehlte Majka das selbst gesteckte Ziel knapp, auch wenn er im abschließenden Zeitfahren von Verona, in dem er Fünfzehnter wurde, noch an Miguel Angel Lopez (Astana) vorbeiziehen konnte. Überhaupt präsentierte sich der polnische Kletterspezialist in allen drei Zeitfahren überraschend stark, Majka wurde Sechster zum Auftakt in Bologna und belegte Rang 14 in San Marino. Eine noch bessere Platzierung verspielte der 29-Jährige ausgerechnet in den Bergen, wo er keine Akzente setzen konnte.

“Ich wollte unter die Top 5 fahren, kann mit Rang sechs am Ende aber sehr zufrieden sein. Die ganze Mannschaft hat hier perfekt gearbeitet, Pascal in den Sprints, und mich in den Bergen sehr gut unterstützt. Die Jungs haben einen tollen Job gemacht, und das hat sich am Ende gelohnt“, kommentierte Majka sein Ergebnis. Hinzu kam Rang 15 durch den Italiener Davide Formolo, der zweimal um einen Etappensieg kämpfte, sich aber jeweils mit dritten Plätzen begnügen musste.

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