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23.12.2025 | (rsn) – Tibor del Grosso (Alpecin – Deceuninck) hat in Heusden-Zolder seinen ersten internationalen Profisieg im Cross gefeiert. Bei der Superprestige war er im Sprintduell schneller als Wout van Aert (Visma – Lease a Bike), der als Zweiter seinen ersten Saisonsieg knapp verpasste. Michael Vanthourenhout (Pauwels Sauzen – Altez) komplettierte das Podium vor Niels Vandeputte (Alpecin – Deceuninck), der die Gesamtführung verteidigte. Joran Wyseure (Crelan – Corendon) kam als Fünfter ins Ziel.
Del Grosso hatte bei der Elite bisher nur bei der Niederländischen Meisterschaft 2025 auf dem höchsten Podest gestanden. In der U23 hatte der Weltmeister der letzten beiden Jahre dagegen alles gewonnen. In Zolder hatte Del Grosso seinen vierten Saisoneinsatz im Gelände. Nach dem 14. Platz zum Auftakt in Namur ging es in den Ergebnislisten bei jedem Rennen weiter nach oben.
Van Aert musste wie schon gestern in Hofstade mit dem zweiten Platz zufrieden sein. Erneut wurde er von einem Alpecin-Niederländer geschlagen. Seinen letzten Erfolg feierte der 31-Jährige am 5. Januar beim Weltcup in Dendermonde.
Eine Glanzleistung zeigten die Männer von Heizomat – Cube. Sowohl Kevin Kuhn als auch Mees Hendrikx gehörten stets zur zehnköpfigen Gruppe, die die ersten Plätze unter sich ausmachte. Der Schweizer wurde letztendlich Siebter; es war sein drittes Top-Ten-Ergebnis in der diesjährigen Superprestige. Der Niederländer kam direkt hinter seinem Teamkollegen ins Ziel, was für Hendrikx das dritte Top-Ten-Ergebnis in Serie bedeutete.
Bester von vier Deutschen wurde Lukas Herrmann (ePLM Racing). Der 23-Jährige wurde 41. von 86 Teilnehmern und kam vier Positionen vor Michael Gaßner (Syntace) ins Ziel.
Im Gesamtklassement bleibt Vandeputte vorn. Vanthourenhout holte seinen Punkt Rückstand auf und liegt nun gleichauf mit dem Spitzenreiter. Dritter bleibt, obwohl er das Rennen aufgab, Joris Nieuwenhuis (Ridley). Das fünfte der acht Superprestige-Rennen wird am 30. Dezember in Diegem ausgetragen.
Den besten Start erwischte Kuhn, der die ersten 4:30 Minuten das Rennen anführte. Im schweren Teil des Parcours übernahm del Grosso das Kommando. Der 22-Jährige riss in den Hügeln eine Lücke, wobei lediglich der Schweizer Meister und Felipe Orts (Ridley) mitgehen konnten. Mit neun Sekunden Rückstand führte Wyseure eine große Verfolgergruppe zur ersten Zielpassage.
Der Spanische Meister bekam zusehends mehr Probleme mit dem Tempo seines niederländischen Pendants. Bevor es auf die dritte von acht Runden ging, wurde er von Hendrikx und rund zehn Begleitern eingeholt. Die wiesen bei der Zeitmessung 14 Sekunden Rückstand auf das Führungsduo auf.
Van Aert hatte sich nach schlechtem Start und einem Wackler am Hügel mittlerweile auf den dritten Rang vorgeschoben und er halbierte den Rückstand der Verfolger, bevor es auf die schwere Hälfte des Parcours ging. Dort schloss der Belgier die Lücke schnell und so gingen neun Fahrer zusammen auf die vierte Runde, Nieuwenhuis folgte mit elf Sekunden Rückstand und einem Platten solo auf Position zehn.
In der Hügelzone kam der Niederländer aber wieder heran. Im fünften Umlauf ging van Aert nach längerer Pause wieder an die Spitze. Der Visma-Profi erhöhte die Schlagzahl deutlich. Damit zog er die Zehnergruppe zwar auseinander, auf dem leichteren ersten Teil des Kurses riss die Fahrerkette aber nirgends. Das änderte sich dann in der Hügelzone, in der nur del Grosso mit van Aert mitgehen konnte. Bei der nächsten Zielpassage wiesen die sieben Verfolger neun Sekunden Rückstand auf; Nieuwenhuis dagegen hatte den Kontakt wieder verloren und stieg wenige Momente später vom Rad. Ihm folgten kurz danach auch Pim Ronhaar (Baloise – Glowi Lions) und Laurens Sweeck (Crelan – Corendon).
Van Aert und del Grosso hatten ihren Vorsprung eingangs der Vorschlussrunde auf elf Sekunden ausgebaut, wobei Thibau Nys (Baloise – Glowi Lions) kurz zuvor durch einen Sturz zurückgefallen war. Hendrikx bekam jetzt bei den Verfolgern Probleme mit dem Tempo, wobei er nur kurz vorn über Bord ging. Vorn forcierte van Aert, doch sein Widersacher zeigte sich davon nicht beeindruckt. Das Duo nahm die Schlussrunde 23 Sekunden vor dem Verfolgersextett in Angriff.
Van Aert und del Grosso belauerten sich auf dem ersten Teil des Parcours, da auch hinter ihnen taktiert wurde, hatte das aber keine großen Folgen. Bevor es auf die schweren Passagen ging, übernahm van Aert die erste Position. Obwohl der dreimalige Weltmeister Gas gab, ließ sein Gegner keinen Meter Luft zwischen sich und den Spitzenreiter. So erreichte sie direkt hintereinander die Zielgerade, wo es fast zu Stehversuchen kam. Del Grosso trat dann als Erster an, überholte van Aert und der konnte auf den letzten Metern nicht mehr kontern. Dahinter war Vanthourenhout der Beste aus der langgezogenen Gruppe heraus und machte Rang drei klar.
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