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28.04.2026 | (rsn) – Als Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) zu seinem vierten Sieg bei Lüttich-Bastogne-Lüttich (1.UWT) stürmte, wurden 150 der insgesamt 259,5 Kilometer des Ardennenklassikers live übertragen. Als Demi Vollering (FDJ United – Suez) wenig später mit drei Siegen einen neuen Rekord bei Lüttich-Bastogne-Lüttich Femmes (1.UWT) aufstellte, umfasste die Übertragungszeit lediglich die letzten rund 45 Kilometer.
Das nahm die Europameisterin zum Anlass, daran zu erinnern, wie weit der Frauenradsport bereits gekommen sei, gleichzeitig aber auch zu darauf hinzuweisen, dass im Sinne der Gleichstellung noch viel zu tun sei. “Ich höre von so vielen Menschen, dass sie enttäuscht sind, wie wenig live übertragen wird. Ich wiederhole im Grunde nur, was ich höre. Ich sehe, dass viele Fans mehr wollen. Deshalb hoffe ich, dass wir in Zukunft mehr Übertragungszeit bekommen werden“, sagte die 29-jährige Vollering auf der Pressekonferenz.
“Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, ob man meinen Angriff an der Redoute sehen konnte. Ich glaube, der Livestream hatte gerade erst begonnen“, so die Niederländerin weiter. Tatsächlich hatte die Übertragung kurz vor Vollerings entscheidender Attacke eingesetzt. “Aber schon vorher war das Rennen unglaublich spannend. Deshalb müssen wir meiner Meinung nach weiter für die Zukunft des Sports kämpfen“, fügte sie an.
Gefragt, wann ihrer Meinung nach der beste Zeitpunkt für den Start der Frauenrennen sei, sagte sie: “Das ist natürlich eine schwierige Frage. Früher haben wir immer sehr früh angefangen, aber damals war der Livestream dann auch länger. Jetzt ist unser Livestream ziemlich kurz, weil die Übertragung wohl erst beginnt, wenn die Männer fertig sind. Aber ich glaube nicht, dass es sehr schwer sein muss“, so Vollering, die auf ein herausragendes Frühjahr zurückblickt.
An nur elf Renntagen gelangen ihr sieben Siege, vier davon feierte sie bei den großen Klassikern Omloop Nieuwsblad (1.WWT), Flandern-Rundfahrt (1.WWT), Flèche Wallonne (1.WWT) und eben Lüttich-Bastogne-Lüttich (1.WWT). Nun wird Vollering eine Rennpause einlegen, aus der sie am 30. Mai zum Giro d’Italia (2.WWT) zurückkehren wird.
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