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"Sport gehört zum Fasten wie der Verzicht auf Essen"

DGSP: Dem Nichtstun entsagen!

Von Prof. Herbert Löllgen

Foto zu dem Text "DGSP: Dem Nichtstun entsagen!"
| Foto: Gore BikeWear

04.03.2014  |  Morgen sind sie vorbei, die tollen Tage. Die Fastenzeit bricht an. Und wer vom Fasten spricht, meint Verzichten: Verzicht auf Essen, Verzicht auf bestimmte Speisen und Genussmittel. Man denkt an Gewichtsabnahme. Heilfasten ist  ein wichtiges Thema: Fasten um der Gesundheit willen. Wie aber steht es mit Fasten und körperlicher Aktivität?

Wer körperlich inaktiv war, Stunden vor Bildschirm, PC oder TV
verbrachte, für den ist körperliche Aktivität der Verzicht auf gewohnte Verhaltensweisen. Bewegung als  Änderung des Lebensstils, im Rahmen des Fastens, bedeutet weniger sitzen und mehr bewegen.

Die kommende Fastenzeit kann ein Anreiz sein, sich mehr und intensiver zu bewegen: Weil Bewegung der Gesundheit, dem Wohlfühlen und der Entspannung dient. Regelmäßige Bewegung, körperliche Aktivität und Sport bedeuten: Sich besser fühlen, besser aussehen, höher belastbar sein, eine größere Fitness und Lebensqualität zu haben.

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Wer Sport treiben will, muss sich zunächst aufraffen.
Körperliche Aktivität beginnt im Alltag etwa mit Treppensteigen statt Aufzug oder Rolltreppe, und vielen Gängen (Post, Bank, Einkaufen), die zu Fuß erledigt werden können, oder regelmäßigen, aktiv gestalteten Pausen vor dem Bildschirm.

Der nächste Schritt ist dann der regelmäßige, moderate Sport wie Walking, langsames Joggen, Nordic Walking, Radfahren und
Schwimmen mit Strecken von 300 bis 500 Metern.

Diese Empfehlungen gelten in gleicher Weise für ältere Menschen.
Für sie ist regelmäßiges Spazierengehen (45 Minuten täglich) ein wichtiges und wirksames Training. Körperliche Aktivität im Alter bedeutet längere Selbstbestimmung und Autonomie sowie eine wirksame Prävention.

Wer hingegen ein intensives Training beabsichtigt, sollte sich vorher sportärztlich untersuchen lassen, insbesondere wenn Risiko-Faktoren vorliegen wie Übergewicht, Bluthochdruck und Rauchen.

Regelmäßige Bewegung oder Sport haben also eine klare Beziehung

zum Fasten: Die Körperfunktionen verbessern sich, und optimieren das seelische Gleichgewicht.

Dauerhaftes Training hat aber weitere Vorteile: Man baut beruflichen und privaten Stress ab, genießt die Natur, kann entspannen. Nicht umsonst wird körperliche Aktivität bei Neigung zu Burn-out oder Depressionen eingesetzt.

Bewegung und Sport sind gut für Körper und Seele,

wobei allerdings nicht der Leistungsgedanke im Vordergrund stehen sollte, sondern Entspannung, Wohlfühlen und Stressabbau.

Der Autor

ist Ehren-Präsident der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP)

Die DGSP,
1912 gegründet, ist die zentrale ärztliche Institution auf den Gebieten der Sportmedizin sowie der Gesundheitsförderung und Prävention durch körperliche Aktivität. Neben der Förderung von sport- und präventiv­medizinischer Forschung, Lehre sowie Fort- und Weiterbildung setzt die DGSP viele Projekte zur Erhöhung der Gesundheits-Kompetenz in der Bevölkerung um.

Die DPSG ist die Vereinigung der 18 Landesverbände für Sportmedizin, und mit 9000 Mitgliedern eine der größten wissenschaftlich-medizinischen Fachgesellschaften in Deutschland.

 
Weitere Informationen

Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention
Fon: 02191/ 653 54
Fax:

Internet: www.dgsp.de

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