Thurau-Tagebuch von der Tour of Utah

Ein Kampf über 75 Kilometer, bis die Gruppe stand

Von Sven Thurau

Foto zu dem Text "Ein Kampf über 75 Kilometer, bis die Gruppe stand"
Dauner Akkon bei der Team-Präsentation zur Tour of Utah | Foto: Team Dauner Akkon

16.08.2019  |  (rsn) - Ich melde mich diesmal nach der 3. Etappe, die von Antelope Island, einer Insel im Salt Lake, nach North Salt Lake führte. Auf dem Weg zum Start konnten wir noch die schöne Natur und das Bergpanorama bewundern, im Rennen selber hatten wir keine Augen dafür. Nachdem es gestern bereits eine Stunde dauerte, bis eine Gruppe stand, wurden heute 75 Kilometer und fast anderthalb Stunden benötigt, um eine akzeptable Gruppe zu formieren. Auch wir waren des Öfteren in aussichtsreich vertreten, aber selbst eine sechsköpfige Gruppe um Philipp (Mamos) aus eher kleineren Mannschaften schien nicht allen Teams angemessen und so jagte man einem 30-sekündigem Rückstand mit knapp 60 Sachen hinterher.

Wirklich Ruhe kehrte aber auch dann nicht ein, da es bereits auf das Finale zu ging, in dem zuerst ein Berg der dritten Kategorie mit 2,5 Kilometern à 10 Prozent zu bewältigen war, bevor man auf eine elf Kilometer lange Schlussrunde fuhr, die viermal zu bewältigen war und einen ähnlichen Berg beinhaltete.

Diese Runde hatten wir uns schon im Training angeschaut und wussten, dass die Abfahrt gefährlich wird. Daher fuhren wir alle vorne, wobei Philipp mit einer artistischen Meisterleistung gerade noch auf den Bordstein ausweichen konnte und einen Sturz vermied. Eine Runde später kam dann leider Oli (Flautt) in der Abfahrt zu Fall, konnte das Rennen aber fortsetzen. Es bleibt zu hoffen, dass ihn das nicht zu sehr beeinträchtigt, da wir nach gestern eh schon ein wenig geschwächt sind.

Der Berg wurde dann wie erwartet in einem sehr hohen Tempo absolviert und ich versuchte eine Gruppe zu finden, die meinen Rhythmus fährt, was mir auch gelang. Dominik kämpfte wieder einmal vorne mit, bevor auch er dann in der vorletzten Runde den Anschluss an die Spitze verlor. Am Ende stand ein 28. Platz zu Buche und er ist nun auch unter den ersten 30 Fahrern der Gesamtwertung.

Morgen steht dann ein Rundstreckenrennen in Salt Lake City auf dem Programm, das aber keineswegs einfach wird, da auch hier kein Meter flach sein wird. Dennoch hoffen wir, morgen wieder eine Rolle im Kampf um den Tagessieg spielen zu können.

Bis dahin versuchen wir uns, bestmöglich zu erholen, die letzten Tage haben schon ihre Spuren hinterlassen.

Viele Grüße und bis morgen
Euer Sven

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