Franzose öffnet Tür zu Spekulationen

Seixas 2027 zum Giro? “Derzeit ist alles möglich“

Von Matthias Seng

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Paul Seixas (Decathlon – CMA CGM) | Foto: Cor Vos

01.11.2026  |  (rsn) – Nachdem er bei seiner Grand-Tour-Premiere als Vierter der Frankreich-Rundfahrt nur knapp das Podium verpasst hat, ruhen auf Paul Seixas (Decathlon – CMA CGM) noch mehr Hoffnungen, dass er als erster Franzose seit Bernard Hinault 1985 das Gelbe Trikot wird erobern können.

Doch der 20-Jährige schließt zumindest nicht aus, dass er in der kommenden Saison auch den Giro d’Italia bestreiten könnte. “Natürlich. Derzeit ist im Hinblick auf das Rennprogramm für die nächste Saison ist alles möglich“, sagte Seixas in einem Interview mit der italienischen Sportzeitung Gazzetta dello Sport und fügte den Standardsatz an: “Wir werden das mit dem Team besprechen und gemeinsam entscheiden, was das Beste ist.“

Diese Entscheidung soll – ähnlich wie bei Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) im Teamtrainingslager im Dezember getroffen werden. Dann wird neben der Strecke der Tour de France – die bereits seit gut einer Woche bekannt ist – auch die des am 8. Mai 2027 in Triest beginnenden Giro d’Italia bekannt sein. Der Etappenplan der ersten Grand Tour des Jahres wird am 3. November in Rom präsentiert.

Eine “Flucht“ vor den weiter gestiegenen Erwartungen seiner Landsleute wäre die Teilnahme an der Italien-Rundfahrt jedoch nicht, wie Seixas betonte. “Das sind Dinge, die mich nicht belasten. Sie lenken mich auch nicht von meiner Arbeit ab“, antwortete er auf die Frage nach dem Druck, der auf ihm laste. 

“Ich bin einfach froh, dass ich diesen Weg eingeschlagen habe. Ich weiß nicht, wohin er mich führen wird – das weiß niemand –, aber 2026 war ein hervorragendes Jahr, und ich bin sehr glücklich darüber“, sagte der Jungstar im Rückblick auf die Saison, in der ihm acht Siege gelangen mit dem Triumph bei Il Lombardia als finalem Highlight.

Herausragend war aber natürlich auch seine Vorstellung bei der Tour de France, bei der er im Alter von damals erst 19 Jahren seine Premiere gegeben hatte. “Dass ich bis zum Schluss um das Podium mitgekämpft habe, macht es aus sportlicher Sicht zu einer hervorragenden Leistung“, sagte Seixas nun zur Gazzetta dello Sport. “Ich habe viel gelernt, was mir in Zukunft nützlich sein wird. Eine dreiwöchige Rundfahrt  ist mit nichts anderem zu vergleichen.“

Seixas über Pogacar: “Seine Präsenz motiviert mich"

Sollte Seixas die Tour in naher Zukunft gewinnen wollen, müsste er den fünfmaligen Sieger Pogacar bezwingen – ein Unterfangen, das derzeit kaum möglich scheibt ob der Überlegenheit des Slowenen, der im Juli sein fünftes Gelbes Trikot holte und im kommenden Jahr alleiniger Rekordhalter mit dann sechs Gesamtsiegen werden könnte.

Wie Seixas betonte, sei Pogacar für ihn ein Vorbild, dem er nacheifern wolle. “Nicht nur, weil er der Beste ist, sondern auch wegen seines Stils – sowohl im Rennen als auch abseits davon. Er ist auf dem besten Weg, der Beste aller Zeiten zu werden“, sagte er über den 28-Jährigen, der auf mittlerweile 130 Profisiege kommt und dem damit nur noch 15 fehlen, um mit Hinault gleichzuziehen.

Von dieser Statistik lässt sich Seixas aber nicht einschüchtern, im Gegenteil. “Seine Präsenz motiviert mich und alle anderen dazu, sich weiter zu verbessern“, betonte er und kündigte an: “Vielleicht schließe ich ihn eines Tages zu ihm auf, vielleicht auch nicht. Aber ich werde es auf jeden Fall weiter versuchen.“

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