Nach vereitelter Attacke Achter bei Il Lombardia

Als die Verfolger kamen, war Buchmann am Limit

Von Joachim Logisch

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Emanuel Buchmann wurde Achter bei Il Lombardia | Foto: BORA - hansgrohe / Bettiniphoto

12.10.2019  |  (rsn) - Ein bisschen Pech war wohl auch dabei. Als Emanuel Buchmann (Bora – hansgrohe) und Tim Wellens (Lotto Soudal) angriffen, bleiben die Favoriten noch aufmerksam und holten die beiden zurück. Die nächste Attacke von Bauke Mollema Trek - Segafredo) dagegen saß und der Niederländer gewann als Solist Il Lombardia. Dem 26-jährigen Buchmann blieb nach 243 Kilometern von Bergamo nach Como der achte Platz.

"Ich hatte mich vom Start weg relativ gut gefühlt und Gregor (Mühlberger) konnte mich vor dem Ghisallo und dem Sormano in eine gute Position bringen“, schilderte der Ravensburger auf der Team-Homepage den Beginn der rennentscheidenden Phase.

In der Spitzengruppe fuhr Buchmann in die steile Muro di Sormano (1,9 Kilometer; 15,8%) hinein, wo sein Mannschaftskollege Rafal Majka, vielleicht etwas früher als geplant für eine Tempoverschärfung sorgte. "Unsere Jungs sind ein sehr offensives Rennen gefahren. Obwohl wir eigentlich ein bisschen länger warten wollten, hat Rafal das Zepter schon an der Muro de Sormano in die Hand genommen und das Feld bis auf rund 25 Fahrer geteilt“, bestätigte Sportdirektor Jens Zemke.

Nach der Abfahrt versuchte Wellens im Flachstück entlang des Comer Sees sein Heil in der Flucht und Buchmann schloss sich an. Zemke: "Sie konnten nur einen maximalen Vorsprung von ungefähr 35 Sekunden herausfahren, was leider nicht genug war. Hätten die beiden eine Minute herausgeholt, wären sie sicherlich mit um den Sieg gefahren.“

Das sah auch Buchmann so: "Vielleicht war es ein bisschen zu viel. Als die Verfolgergruppe von hinten kam war ich schon ziemlich am Limit.“ Trotzdem setzte sich der Tour-de-France-Vierte noch mal allein an die Spitze. Doch den Verfolgern hatte er dann nichts mehr entgegenzusetzen. Als seine Attacke neutralisiert war, nutzte Mollema am Civiglio-Anstieg den Moment zu seinem Angriff.

"Wir hätten schon gern den Vogel hier abgeschossen. Dafür haben wir viel gearbeitet. Aber Bauke hatte das richtige Timing und schlug allen ein Schnippchen. Wir wurden zum Schluss Achter und Zwölfter, was eine hervorragende Teamleistung ist. Wir waren aber nicht weit von einer großen Überraschung entfernt“, haderte Zemke gegenüber radsport-news.comnur wenig mit dem Ausgang. Buchmann stimmte ihm zu: "Ich glaube, ich kann doch mit dem achten Platz zufrieden sein.“

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