Bahn-EM: Deutsche sammeln neun Medaillen

Reinhardt/Beyer holen zum Abschluss Bronze im Madison

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Am letzten Tag der Bahn-EM in Apeldoorn haben Theo Reinhardt und Maximilian Beyer Bronze im Madison gewonnen. | Foto: Cor Vos

20.10.2019  |  (rsn) - Am letzten Tag der Bahn-Europameisterschaften im niederländischen Apeldoorn haben Theo Reinhardt und Maximilian Beyer dem Bund Deutscher Radfahrer (BDR) noch eine weitere Medaille beschert. Im Madison sicherte sich das Duo aus Berlin die Bronzemedaille und verpasste Silber nur knapp.

Den Europameisterschaftstitel sicherten sich souverän die Dänen Lasse Norman Hansen/Michael Morkov, die ihre 52 Punkte nur bei den Wertungssprints einfuhren. Mit dem Gewinn der Schlusswertung schoben sich die beiden Niederländer Yoeri Havik und Jan-Willem van Schip mit 37 Punkte noch auf Rang zwei und an den punktgleichen Deutschen vorbei.

Auch im Madison der Frauen ging die Goldmedaille nach Dänemark. Amalie Dideriksen und Julie Leth setzten sich mit 33 Punkten knapp mit zwei Zählern Vorsprung gegenüber den beiden Britinnen Archibald und Laura Kenny durch. Bronze holten sich die beiden Niederländerinnen Amy Pieters und Kirsten Wild, die 23 Punkte sammelten. Bei ihrem EM-Debüt im Madison belegten Lisa Klein und Verfolgungs-Europameisterin Franziska Brauße den zehnten Platz.

Debütantin Friedrich erfolgreichste deutsche Medaillensammlerin

Im 500-Meter Zeitfahren der Frauen verpasste Lea Sophie Friedrich in der Zeit von 34,044 Sekunden als Vierte knapp eine weitere Medaille. Die erst 19 Jahre alte EM-Debütantin war mit drei Medaillen - Silber im Keirin und Teamsprint sowie Bronze im Sprint - sogar die erfolgreichste deutsche Athletin.

“Meine Medaillenbilanz ist überragend. So habe ich mir das erträumt und gewünscht – das freut mich natürlich sehr“, sagte Friedrich, deren Teamsprint-Partnerin Emma Hinze wegen einer „leichten Erkrankung“ abreisen musste. Europameisterin wurde die Russin Anastasiia Voinova (33,005), die sich in einem russischen Duell vor ihrer Landsfrau Daria Shmeleva (33,057) durchsetzte. Dritte wurde die Ukrainerin Olena Starikova (33,328).

Nach einer ebenfalls überzeugenden Vorstellung kam Marc Jurczyk im 1000-Meter-Zeitfahren der Männer in der Zeit von 1:00,733 Minuten auf Rang fünf. Maximilian Dörnbach war in der Vorrunde ausgeschieden und wurde letztlich Zehnter. Europameister wurde der Franzose Quentin Lafargue (1:00,289) vor dem Niederländer Theo Bos (1:00,409) und seinem Landsmann Michael D'Almeida (1:00,663). Die ersten sieben Fahrer wurden innerhalb nur einer halben Sekunde gestoppt.

Das Aufgebot des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) kehrte mit einer Gold-, fünf Silber- und drei Bronzemedaillen aus Apeldoorn zurück und konnten sich über einen erfolgreichen Einstand in die Bahnsaison 2019/20 freuen. Rund vier Monate vor der Heim-Weltmeisterschaft im Berliner Velodrom (26. Februar bis 1. März) sorgte Franziska Brauße in der Einerverfolgung für die einzige Goldmedaille. Überragende Nation war Gastgeber Niederlande, die fünf Goldmedaillen, dreimal Silber und viermal Bronze gewannen.

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