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27.03.2021 | (rsn) - Im dritten Anlauf hat es endlich geklappt. Schon 150 Meter vor dem Ziel richtete sich Lennard Kämna (Bora – hansgrohe) im Sattel auf, korrigierte noch einmal den Lenker und nahm dann die Hände zum Jubeln in die Höhe. Nach einem beeindruckenden Solo auf den letzten acht Kilometern hatte der Fischerhuder die 5. Etappe der 100. Katalonien-Rundfahrt gewonnen.
"Ich habe gut trainiert, meine Form ist ganz gut. Ich hatte am Anfang nicht die besten Beine, das hat sich am Ende aber sehr ins Positive verändert. Deshalb bin ich sehr zufrieden, dass ich hier gewinnen konnte", sagte der Bora-Profi schon wieder ganz nüchtern in einem Audio für radsport-news.com.
Kämna gehört zu den auffälligsten Fahrern dieses Rennens durch Spanien, dem er zum dritten Mal in fünf Tagen seinen Stempel aufdrückte. Schon zum Auftakt hatte er die Ausreißergruppe des Tages initiiert. Gestern zeigte er erneut, warum die Ineos-Dampfwalze großen Respekt vor ihm hatte.
"Kämna war ein gefährlicher Mann für die Gesamtwertung und so mussten wir noch schneller an der Spitze fahren", begründete Spitzenreiter Adam Yates, warum Ineos Grenadiers den Deutschen bei seinem 50 Kilometer langen Ausreißversuch während der 4. Etappe streng kontrollierte und nie viel mehr als drei Minuten zugestand. Im letzten Anstieg zur Bergankunft wurde Kämna wieder gestellt und verlor bis hoch ins Ziel noch 14 Minuten. Geplant sei das aber nicht gewesen, wie der 24-Jährige betonte.
Jetzt soll Keldermans fünfter Platz abgesichert werden
"Ich habe die nicht absichtlich kassiert, um heute freie Bahn zu haben. Als ich eingeholt wurde, war mir klar, dass ich mit diesen Topleuten nicht mehr mitfahren kann, und dass ich immer noch vier Minuten verlieren würde, wenn ich mit ihnen Vollgas gehen würde", sagte er er zu radsport-news.com. "Deshalb bin ich ein einfaches Tempo nach oben gefahren. Aber ich hatte am Anfang der Etappe eine andere Absicht, als 14 Minuten zu kassieren."
Obwohl die ganze Kraftanstrengung umsonst gewesen war, suchte er auch während der 5. Etappe seine Chance. "Ich brauche nicht den Mut zu verlieren. Wir sind hier, um Radrennen zu fahren. Das ist ja das, was Spaß macht. Und dass man nicht jedes Mal gewinnen kann, wenn man in einer Ausreißergruppe ist, ist ja auch von Anfang an klar. Ich war wieder voll motiviert und hatte Bock. Von daher hat das super geklappt", bilanzierte Kämna.
Noch hat er nicht alle Ziele bei dieser Katalonien-Rundfahrt erfüllt. "Wir möchten Wilco Kelderman auf dem fünften Platzt halten. Morgen (6. Etappe) gibt es vielleicht einen Sprint und übermorgen müssen wir sehen, ob ich noch mal die Beine habe, in eine Spitzengruppe zu gehen. Aber das warten wir erst mal ab und schauen von Tag zu Tag. Und dann läuft’s", fügte er an
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