Zum vierten Mal Deutsche Zeitfahrmeisterin

Brennauer lässt Titelverteidigerin Klein keine Chance

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Lisa Brennauer (Ceratizit - WNT) ist zum vierten Mal Deutsche Zeitfahrmeisterin geworden. | Foto: Cor Vos

19.06.2021  |  (rsn) - Lisa Brennauer (Ceratizit-WNT) hat zum vierten Mal in ihrer Karriere den Titel der Deutschen Zeitfahrmeisterin erobert. Die 33-jährige Allgäuerin wurde in Öschelbronn ihrer Rolle als Top-Favoritin gerecht und absolvierte bei Temperaturen jenseits der 30 Grad den über 30,5 hügelige Kilometer führenden Parcours in der Zeit von 40:33 Minuten.

Damit war Brennauer deutliche 31 Sekunden schneller als Lisa Klein (Canyon - SRAM), die Siegerin der bisher letzten Ausgabe 2019. Mit 1:01 Minuten Rückstand wurde Kleins Teamkollegein Hannah Ludwig Dritte vor Corinna Lechner (Team Stuttgart / +2:44), Tanja Erath (Tibco - Silicon Valley Bank / +3:02) und Brennauers Teamkollegin Franziska Brauße (+3:13).

"Es war echt schwer, ein sehr anspruchsvoller Kurs und ganz shön schwer, seinen Rhythmus zu finden. Auch die Länge war schwer und die Wellen ständig rauf und runter, da musste man sich schon eine ganz schön gute Strategie zurechtlegenIch freue mich total, dass es bei mir so gut lief ", sagte Brennauer nach ihrem überlegen herausgefahrenen Sieg.

"Ich bin zwiegespalten. Natürlich hätte ich gern meinen Titel verteidigt. Ich habe den Meisteranzug geliebt. Aber es kommt jedes Jahr eine neue Chance"m sagte Klein, die vor zwei Jahren vor Mieke Kröger und Brennauer ihren ersten Zeitfahrtitel gewonnen hatte. "Den Kampf gegen mich selbst habe ich auf jeden Fall gewonnen. Ich bin zufrieden und nach einer gesundheitlich nicht ganz so guten Phase letztes Jahr bin ich froh", fügte sie an.

Ein uneingeschränkt positives Fazit zog die 21-jährige Ludwig, die 2019 Vierte geworden war und nun den Sprung aufs Podest schaffte. "Es war ein sehr anspruchsvoller Kurs, aber das mag ich. Es gab nie eine Ruhephase und ich bin sehr zufrieden mit Platz drei. Gegen diese beiden Lisas zu verlieren, ist keine Schande", sagte die zweimalige U23-Europameisterin im Zeitfahren.

So lief das Rennen:

Merle Brunnée (RSV Heidelberg) beeindruckte mit einer frühen ersten Bestzeit von 44:24 Minuten, die lange Bestand hatte. Erst Franziska Brauße unterbot die Marke der Heidelbergerin um 38 Sekunden. Danach jedoch ging es bei den Favoritinnen Schlag auf Schlag. Lechner (26:24) und Ludwig (25:21) stellten neue Zwischenbestzeiten auf, ehe Brennauer nach 18 Kilometern nochmals 35 Sekunden schneller war als Ludwig. Klein erreichte diese Marke mit zehn Sekunden Rückstand auf Brennauer, was Rang zwei bedeutete.

Brauße (43:46) löste zwar Brunnée auf dem Hot Seat ab, musste den aber schnell wieder räumen, weil danach Erath, Lechner und Ludwig deutlich schneller waren. Brennauer allerdings pulverisierte die Zeiten ihrer Konkurrentinnen regelrecht und stellte mit 40:33 Minuten im Ziel eine neue Bestzeit auf, an der sich auch Klein die Zähne ausbiss. Die als letzte der 71 Fahrerinnen gestartete Erfurterin war zwar 29 Sekunden schneller als Ludwig, zur erfolgreichen Titelverteidigung fehlten ihr aber ebenso deutliche 31 Sekunden.

Die 26-jährige Brunnée wurde für ihren starken Auftritt mit dem siebten Rang (+3:51) belohnt. Die Medizinstudentin und Marathonläuferin war sie fast zwei Minuten schneller als Franziska Koch (DSM), die Silbermedaillengewinnerin im Zeitfahren der letzten U23-EM, und 30 Sekunden schneller als Charlotte Becker (Team Arkéa).

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