Franzose mit Doppelschlag auf 3. Etappe

Besseges: Thomas ist jetzt der Mann, den es zu schlagen gilt

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Benjamin Thomas (Cofidis) hat die 3. Etappe des Etoile de Besseges gewonnen. | Foto: Cor Vos

04.02.2022  |  (rsn) – Benjamin Thomas hat beim Etoile de Besseges (2.1) für den zweiten Cofidis-Sieg in Folge gesorgt. Einen Tag nach dem Erfolg seines Landsmanns Bryan Coquard setzte sich der Franzose nach 155 Kilometern rund um Besseges als Solist durch. Den Sprint um Platz zwei entschied neun Sekunden hinter Thomas der Italiener Alberto Bettiol (EF Education – EasyPost) gegen den starken Norweger Tobias Johannessen (Uno-X) für sich.

Das Trio hatte sich in der Abfahrt von der letzten Bergwertung zehn Kilometer vor dem Ziel gelöst, wobei Thomas seine beiden Begleiter im Finale distanzieren konnte und mit seinem ersten Saisonsieg auch die Führung in der Gesamtwertung übernahm. Coquard wurde hinter dem Norweger Rasmus Tiller (Uno-X /+0:15) Fünfter und rundete den erfolgreichen Cofidis-Tag ab. Georg Zimmermann (Intermarché – Wanty Gobert) wurde als bester Deutscher zeitgleich mit dem Tagesvierten Tiller Zehnter.

In der Gesamtwertung führt Thomas vor den beiden schweren Schlussetappen mit sieben Sekunden Vorsprung auf Bettiol und 15 auf Landsmann Mathieu Burgaudeau (TotalEnergies). Der bisherige Spitzenreiter Mads Pedersen (Trek - Segafredo) fiel auf Rang zehn zurück.

“Ich bin mit dem Ziel zum Etoile de Bessege gekommen, eine Etappe zu gewinnen. Die Gesamtwertung ist Zubrot. Morgen gilt es, sich nicht abschütteln zu lassen. Ich bin der Mann, den es dann zu schlagen gilt“, sagte Thomas nach dem Rennen selbstbewusst.

So lief das Rennen:

Die Anfangsphase war von vielen Attacken geprägt. Unter anderem fanden sich der Gesamtführende Mads Pedersen (Trek - Segafredo) und auch Miguel Heidemann (B&B Hotels – KTM) in einer Ausreißergruppe. Nach 15 Kilometern zogen schließlich Heidemanns österreichischer Teamkollege Sebastian Schönberger und Alan Riou (Arkéa - Samsic), davon, wurden aber beim Rennkilometer 40 eingeholt. Danach konnten schließlich sieben Fahrer um Magnus Sheffield (Ineos Grenadiers) und Bruno Armirail (Groupama – FDJ) und erneut Schönberger davonziehen und sich einen Vorsprung von vier Minuten auf das Peloton herausfahren.

In der zweiten Rennhälfte erhöhten Trek – Segafredo und EF Education – EasyPost das Tempo, so dass die Ausreißer nur noch 2:30 Minuten Vorsprung auf die letzten 50 Kilometer mitnahmen. Unterstützt von UAE Team Emirates ging der Vorsprung der Spitzenreiter im Finale weiter zurück, ehe knapp 20 Kilometer vor dem Ziel die Gruppe an der letzten Bergwertung des Tages kurzzeitig auseinander fiel. Zwar fanden die Ausreißer nochmals zusammen, doch das Feld folgte nur 30 Sekunden dahinter und schluckte die Schönberger-Gruppe am Col de Trélis, der letzten Schwierigkeit des Tages.

In der 2,4 Kilometer langen und im Schnitt 6,5 Prozent steilen Steigung, die nicht als Bergwertung ausgewiesen wurde, zerfiel das Peloton zehn Kilometer vor dem Ziel, hier wurde auch Pedersen abgehängt. 15 Fahrer nahmen gemeinsam die Abfahrt in Angriff, in der Ineos-Kapitän Richard Carapaz stürzte und sich schließlich Thomas, Johannessen und Bettiol absetzten.

Thomas attackierte nochmals aus der Spitzengruppe heraus, dahinter schlossen sich Johannessen und Bettiol zusammen. Doch der Franzose war zu stark für das norwegisch-italienische Duo, dem nur noch der Sprint um Platt zwei blieb.

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