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06.04.2022 | (rsn) – Mit einem vierten Platz von Adne van Engelen auf der Königsetappe ist die Tour of Thailand (2.1) für das Team Bike Aid zu Ende gegangen. Damit verbesserte sich der Niederländer in der Gesamtwertung noch auf Rang neun. Den letzten Tagessieg sicherte sich nach 165 Kilometern in Mukdahan der ehemalige WorldTour-Profi Nathan Earle (Team Ukyo), van Engelens kenianischer Teamkollege Salim Kipkemboi wurde Siebter. Die Gesamtwertung ging an den Polen Alan Banaszek (Mazowsze).
Die Schlussetappe endete mit einer 1000 Meter langen Steigung an einem Buddha-Tempel über der Stadt Mukdahan am Grenzfluss Mekong, an dessen gegenüberliegendem Ufer Laos beginnt. Bike Aid-Klassementhoffnung van Engelen war aber am Fuß der Steigung nicht gut platziert. "Leider lief es erneut taktisch nicht perfekt. Adne war in der Anfahrt zum Berg etwas zu sehr auf sich alleine gestellt und fuhr recht weit hinten in den Anstieg rein“, berichtete Bike-Aid-Teamchef Matthias Schnapka, der selbst auch im Aufgebot stand, gegenüber radsport-news.com.
Zwar konnte sich van Engelen noch nach vorne arbeiten und überquerte als Vierter den Zielstrich. Die Zeitbonfikationen, die ihm eine bessere Platzierung im Gesamtklassement bescherte hätten, verpasste der Kletterer aber knapp.
Dieses Ergebnis bestätigte die eher durchwachsene Bilanz von Bike Aid. Obwohl das Team jeden Tag mindestens einen Fahrer in den Top Ten platzieren konnte, reichte es zu keinem Sieg - und das, obwohl Niko Holler 2020 die Rundfahrt gewonnen hatte, van Engelen im Vorjahr Zweiter geworden war und das Team zudem fünf Etappen für sich entscheiden konnte.
"Unter anderen Umständen wäre unsere Ausbeute in einem Rennen mit den besten Teams aus Asien ordentlich gewesen. Aber aufgrund der überragenden Ergebnisse der letzten zwei Jahre ist dies natürlich erst einmal enttäuschend“, bilanzierte Schnapka, der am Ende nur eine Podiumsplatzierung – den dritten Platz von Sprinter Lucas Carstensen auf der 4. Etappe - notieren konnte.
Schnapka: "Die Lockerheit hat gefehlt"
Schnapka gestand auch ein, dass die früheren Erfolge sein Team etwas unter Druck gesetzt hätten. "Man hofft natürlich, an das Vorjahr anknüpfen zu können. Gelingt dies nicht, wird es mental erst einmal schwierig. Wir haben jeden Tag nach Lösungen gesucht, aber es hat irgendwie die Lockerheit gefehlt, was dann letztlich vielleicht den einen oder anderen Fehler verursacht hat“, erklärte der 41-Jährige.
Positiv in Erinnerung geblieben ist zumindest "die Begeisterung der Thais an der Strecke, die buddhistischen Tempel, das Privileg, all diese Eindrücke zu erleben in einem perfekt organisierten Rennen“, wie Schnapka zusammenfasste.
Bike Aid kann schon in wenigen Tagen wieder auf sich aufmerksam machen, und zwar bei der Türkei-Rundfahrt (10. - 17. April / 2.Pro), wo die Saarländer sich mit zahlreichen WorldTour-Teams messen können. Danach steht in Überherrn das einzige Straßenrennen in der saarländischen Heimat an, ehe es nach Frankreich zur Tour de Bretagne (2.2) geht.
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