Tour of Norway: Belgier gewinnt Mini-Bergankunft

Evenepoel wird zum Auftakt seiner Favoritenrolle gerecht

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Remco Evenepoel (Quick-Step Alpha Vinyl) hat den Auftakt der Tour of Norway gewonnen. | Foto: Cor Vos

24.05.2022  |  (rsn) - Remco Evenepoel (Quick-Step Alpha Vinyl) hat den Auftakt der Tour of Norway (2.Pro) dominiert. Der favorisierte Belgier setzte sich auf dem 173,6 Kilometer langen Teilstück von Bergen nach Voss am 2,6 Kilometer langen und im Schnitt 6,6 Prozent steilen Schlussanstieg vor dem Norweger Tobias Halland Johannessen (Uno-X) durch und übernahm mit seinem fünften Saisonsieg auch die Führung in der Gesamtwertung.

"Ich glaube, das ist das erste Mal, dass ich einen Bergaufsprint gewonnen habe. Es ist natürlich immer toll, so in eine Rundfahrt zu starten. Vor allem bin ich froh, nach meiner Rennpause direkt wieder gewonnen zu haben und dass ich die Beine hatte, um voll durchzuziehen, als es darauf ankam", sagte Evenepoel nach seinem 27. Profisieg, den er mit einem Antritt 300 Meter vor dem Ziel einfuhr.

Platz drei belegte mit zwei Sekunden Rückstand der Spanier Eduard Prades (Caja Rural). Evenepoels Landsmann Cian Uijtdebroeks, der seit diesem Jahr bei Bora - hansgrohe fährt, wurde als bester seines Teams mit fünf Sekunden Rückstand Neunter. Der Augsburger Marco Brenner (DSM) kam 15 Sekunden hinter dem Tagessieger auf Rang 21 ins Ziel.

In der Gesamtwertung liegt Evenepoel mit vier Sekunden Vorsprung auf Johannessen in Führung, Prades hat als Dritter acht Sekunden Rückstand auf.

So lief das Rennen:

Bei Regen, Wind und kühlen Temperaturen bestimmte seine sechsköpfige Ausreißergruppe um Jens Reynders (Sport Vlaanderen Baloise) das Geschehen. Das Sextett nahm noch zwei Minuten an Vorsprung auf die letzten 50 Kilometer. In der letzten Rennstunde verringerte sich der Abstand zwischen Spitze und Feld aber nur minimal, so dass 25 Kilometer vor dem Ziel noch immer fast 90 Sekunden Vorsprung für die Ausreißer angezeigt wurde.

Auf die letzten zehn Kilometer nahmen Reynders & Co. noch genau eine Minute mit. Als das Peloton ernst machte, war es dann aber doch schnell um die Spitezngruppe geschehen. Fünf Kilometer vor dem Ziel war wieder alles beisammen und ein geschlossenes Fahrerfeld nahm die 2,1 Kilometer lange Schlusssteigung in Angriff. Dort konnte sich kein Fahrer entscheidend absetzen, durch das hohe Tempo wurde das Feld aber ausgedünnt.

400 Meter vor dem Ziel attackierte Esteban Chaves (EF Education - EasyPost),  Evenepoel sprang sofort an das Hinterrad des Kolumbianers. Als Chaves merkte, dass er nicht wegkam, nahm er Tempo heraus und postwendend attackierte Prades etwa 250 Meter vor dem Ziel. Wieder war es Evenepoel, der als erster Fahrer reagierte. Diesmal zog er aber durch, als Prades schwächelte, und ließ den vor noch stark aufkommenden Johannessen knapp hinter sich.


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