Titelverteidiger mit nächstem Etappensieg

Norwegen bleibt für Hayter ein gutes Pflaster

Von Sebastian Lindner

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Ethan Hayter (Ineos Grenadiers) hat die 2. Etappe der Tour of Norway gewonnen | Foto: Cor Vos

25.05.2022  |  (rsn) – Vorjahresgesamtsieger Ethan Hayter (Ineos Grenadiers) hat die 2. Etappe der 11. Tour of Norway (2. Pro) zwischen Ulvik und Geilo im Sprint einer größeren Gruppe für sich entschieden. Nach knapp 124 Kilometern setzte sich der Brite, der 2021 zudem zwei Etappen gewonnen hatte, vor dem Niederländer Mike Teunissen (Jumbo – Visma) und Tobias Johannessen durch (Uno-X).

Der Norweger übernahm durch Bonussekunden im Ziel die Führung in der Gesamtwertung von Remco Evenepoel (Quick-Step Alpha Vinyl), der die Auftaktetappe gewonnen hatte. Hinter Hayter rangiert der Belgier mit einer Sekunde Rückstand nun auf Rang drei, führt aber weiter die Nachwuchswertung an. Evenepoel hatte sich auf dem Schlusskilometer vor die Spitzengruppe gespannt und hielt dort das Tempo bis 400 Meter vor dem Ziel für seinen Teamkollegen Kasper Asgreen hoch. Der Däne wurde am Ende Sechster.

Ein ansprechendes Rennen zeigte Marco Haller (Bora – hansgrohe), der als Fünfter über den Zielstrich fuhr. Marco Brenner (DSM) verpasste zwar den Sprung in die Top-Ten der Tageswertung, konnte sich aber im Gesamtklassement auf Rang neun verbessern.

So lief das Rennen:

Ein Quartett um Aaron Van Poucke (Sport Vlaanderen – Baloise), Hakon Aalrust (Coop), Jeppe Aaskov Pallesen (ColoQuick) und Emil Mielke Vinjebo (Riwal) suchte früh sein Heil in der Flucht. Fast sechs Minuten konnten sich die Ausreißer an Vorsprung herausfahren, doch 71 Kilometer vor dem Ziel war es dann doch vorbei. Mitten in einer rund 25 km langen ansteigenden Passage zur Bergwertung nach Dyranut waren Van Poucke und seine Begleiter gestellt.

Während die Vier gestellt wurden, mussten am anderen Ende des Feldes die Sprinter abreißen lassen. Der erste war Lokalmatador Alexander Kristoff (Intermarche – Wanty – Gobert), auch Teunissen und Mads Pedersen (Trek – Segafredo) hatten zunächst Schwierigkeiten und fanden sich in einer Gruppe hinter dem Peloton wieder. Teunissen konnte sich später jedoch zurückkämpfen und erwischte nach dem Zwischensprint in Haugastol 25 km vor dem Ziel, den Hayter gewann, auch noch die erste Windstaffel, die sich im kalten und teils noch mit Schnee bedeckten Norwegen bildete.

Rund 20 Fahrer gingen auf die letzten zehn Kilometer, mit Marco Brenner (DSM) und Michel Hessmann (Jumbo – Visma), der kurz vorm Ziel jedoch noch abreißen lassen musste, saßen auch zwei Deutsche in der Gruppe. In die Zentimeter-Entscheidung zwischen Hayter und Teunissen konnten beide jedoch nicht eingreifen.

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