Nur Alaphilippe sorgte kurz für Sorgenfalten

“Ganz große Sache“: Wilksch ist Bergkönig der Tour de l`Ain

Von Christoph Adamietz

Foto zu dem Text "“Ganz große Sache“: Wilksch ist Bergkönig der Tour de l`Ain"
Hannes Wilksch (U23-Nationalteam) im Bergtrikot bei der Tour de l`Ain | Foto: Cor Vos

11.08.2022  |  (rsn) – Mit 35 Punkten auf der Habenseite, elf mehr als der Zweitplatzierte in der Bergwertung, ging Hannes Wilksch (U23 Nationalmannschaft) in die Schlussetappe der Tour de l` Ain (2.1). Ein komfortables Polster war das angesichts von vier noch anstehenden Bergwertungen - zwei davon zählten zur 1. Kategorie - allerdings nicht. Schließlich sollte es am Ende für den jungen Deutschen doch reichen.

“Wir sind alles auf die erste Bergwertung gegangen, weil wir wussten, dass wir dann einen guten Puffer für das Trikot haben”, erklärte Bundestrainer Ralf Grabsch gegenüber radsport-news.com die Taktik, die dann auch voll aufging. Denn Wilksch sicherte sich an der ersten Bergwertung der 3. Kategorie die Maximalzahl von sieben Punkten. “Somit waren wir eigentlich auf der sicheren Seite”, so Grabsch.

Aber nur eigentlich. Denn Weltmeister Julian Alaphilippe (Quick-Step Alpha Vinyl) zog danach los, sicherte sich die nächste Bergwertung der 3. Kategorie und wäre noch um einen Punkt an Wilksch vorbeigezogen, hätte er auch die beiden weiteren Bergpreise der 1. Kategorie gewonnen. “Da hatten wir ein bisschen Sorge”, gestand Grabsch.

Die war aber letztlich unbegründet, denn Alaphilippe wurde noch vom Spanier Antonio Pedrero (Movistar) abgefangen, der schließlich auch die Etappe in Lélex gewann. Wilksch allerdings ließ im sicheren Wissen, das Bergtrikot gewonnen zu haben, nicht ausrollen und überquerte auf Rang 23, 5:40 Minuten hinter dem Tagessieger, den Zielstrich.

“Auf dieser extrem schweren Etappe war das eine starke Leistung”, so Grabsch mit Blick auf das Tagesergebnis und fügte mit Blick auf das verteidigte Bergtrikot an: “Eine ganz große Sache.”

Damit kann die Deutsche U23-Nationalmannschaft positiv gestimmt zur in der kommenden Woche beginnenden Tour de l`Avenir reisen, der wichtigsten Rundfahrt für die Nachwuchsfahrer. “Wir werden das Selbstbewusstsein auf jeden Fall dorthin mitnehmen”, kündigte Grabsch an.

 

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