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08.02.2023 | (rsn) – Nach ihrem zweiten Platz im ersten Saisonrennen am Sonntag in Spanien wird Liane Lippert (Movistar) auch bei der am Donnerstag beginnenden 1. UAE Tour der Frauen (2.WWT) zu den Favoritinnen gezählt. Doch die Deutsche Meisterin dämpfte gegenüber radsport-news.com vor Ort in Abu Dhabi am Mittwoch die Erwartungen etwas.
"Ich würde mich nicht als Mitfavoritin sehen - gerade am Anfang vom Jahr bin ich das an so einem Berg nicht", meinte die 25-Jährige mit Blick auf den elf Kilometer langen Schlussanstieg der 3. Etappe hinauf zum vom Männerrennen bereits sehr bekannten Jebel Hafeet. "Wenn, dann brauche ich ein paar Rennen, um an den längeren Bergen besser zu werden. So war es in den vergangenen Jahren meistens. Aber ich kämpfe einfach um den bestmöglichen Platz."
Lippert, die in der kurzen steilen Rampe am Mount Pleasant bei den Weltmeisterschaften von Wollongong im September so stark schien wie keine andere Frau auf der Welt, an längeren Bergen aber noch Entwicklungspotential sieht, erklärte außerdem, dass sie ihre Form trotz des starken Auftritts bei der Vuelta CV Feminas (1.1) in Valencia am Sonntag noch nicht richtig einschätzen könne.
"Valencia war gut, aber das war auch ein kleines Rennen. Hier sind jetzt mehrere starke Bergfahrerinnen am Start und deswegen wird das nochmal etwas anders sein", sagte sie. "Der Eindruck von Valencia war positiv, fürs erste Rennen. Es ist für mich aber nicht normal, die Saison mit so einer langen Bergankunft zu beginnen. Deshalb muss ich erstmal schauen, wo ich stehe."
Im Wind und vor den Sprints arbeitet Lippert auch für Norsgaard
Als Top-Favoritinnen gelten in den Emiraten vor allem die Italienerinnen Marta Cavalli (FDJ Suez), Elisa Longo Borghini (Trek – Segafredo) und Silvia Persico (UAE Team ADQ). Doch Cavalli erklärte gegenüber radsport-news.com bereits: "Es sind viele gute Bergfahrerinnen hier und es ist der Anfang der Saison. Jede hat andere Saisonziele, sich andere Formhöhepunkte gesetzt. Deshalb wird nicht jede mit derselben Form hier sein und es könnte ein paar Überraschungen geben."
Bevor es am Samstag auf den 1.025 Meter hohen Jebel Hafeet hinaufgeht, müssen Lippert und das Peloton bei der Erstaustragung der viertägigen Rundfahrt aber noch zwei Flachetappen bewältigen, die voraussichtlich durch starken Wind geprägt werden dürften. Sowohl auf der 1. Etappe rund um Dubai als auch auf der 2. Etappe in der Wüste könnte es zu Windstaffeln kommen. Dabei will Lippert auch ihrer neuen Teamkollegin Emma Norsgaard helfen, die Movistars Hoffnung für Sprintankünfte ist.
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