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04.01.2024 | (rsn) – Fem van Empel (Visma – Lease a Bike) hat in Koksijde auch den fünften Lauf der X2O Trofee gewonnen. Hinter der souveränen Weltmeisterin bezwang Lucinda (Baloise – Trek Lions) im Sprintduell Ceylin del Carmen Alvarado (Alpecin – Deceuninck) und belegte auf dem legendären Sandkurs mit der Herijgers- und der Albert-Duin vor ihrer Landsfrau den zweiten Platz. Als Vierte des Duinencross kam Laura Verdonschot (De Ceuster – Bonache) vor Sanne Cant (Crelan – Corendon) ins Ziel.
Für van Empel war es der 14. Sieg beim 16. Saisoneinsatz. Die Weltranglistenerste setzte sich früh in der Auftaktrunde vom Peloton ab und baute danach ihren Vorsprung kontinuierlich aus. “Das war so geplant, es ist wichtig hier im Sand die eigene Linien fahren zu können“, meinte die Siegerin, die auch ein unbeabsichtigter Kniefall zur Rennmitte nicht aufhalten konnte. “Ich bin auf dem genähten Knie gelandet. Am Ende der Saison werde ich wohl ein Paar neue Knie benötigen. Ich hoffe, dass der Schaden nicht allzu groß ist“, scherzte die 21-jährige Niederländerin, die zuletzt aufgrund mehrerer Stürze etwas aus dem Tritt gebracht worden war, sich bei ihrem ersten Sieg in Koksijde aber wieder überlegen präsentierte.
Alvarado kam kurz vor der Zielgerade noch an Brand heran. Die 25-Jährige war, von den Kameras unbeobachtet, zu Beginn des Rennens gestürzt. “Ich habe in der ersten Runde einen Purzelbaum geschlagen und dadurch Plätze verloren. Ich musste dann meinen Rhythmus finden“, erzählte die Niederländerin. “Mir tut jetzt die untere Rückenpartie weh, aber die Schmerzen hatte ich vor dem Start auch schon. Wir müssen abwarten“, fügte sie an.
Die 17-jährige Kaija Budde war die einzige Deutsche am Start und wurde auf Platz 46 gewertet. Schnellste der drei Schweizerinnen war Alessandra Keller, die im Sand von Koksijde weniger gut zurechtkam als im Matsch von Baal. Trotzdem überzeugte die Weltklasse-Mountainbikerin als Zehnte, das zweite Top-Ten-Ergebnis in ihrem dritten Crossrennen im Ausland überhaupt.
Im Gesamtklassement der X2O Trofee baute van Empel ihre Führung auf Brand auf 6:50 Minuten aus, Dritte bleibt Betsema. Der sechste von acht Läufen findet am 27. Januar in Hamme statt.
Mit einem perfekten Start löste sich van Empel schon bei der ersten Passage an der Herijgers-Duin vom langgezogenen Feld. Brand und Alvarado erkannten zwar die Gefahr, konnten aber der davonjagenden Weltmeisterin nichts entgegensetzen. Van Empel lag bei der ersten Zieldurchfahrt bereits 21 Sekunden vor Brand und derer 33 vor Alvarado, die ihrerseits von Verdonschot verfolgt wurde.
Während die ersten beiden Frauen sich weiter absetzten, blieb der Kampf um den dritten Platz spannend. Um Rang fünf stritten sich mit Cant, Annemarie Worst (Cyclocross Reds) und Denise Betsema (Pauwels Sauzen – Bingoal) gleich drei Fahrerinnen.
In der Wechselzone verfehlte van Empel in der dritten von fünf Runden beim Sprung aufs Rad ihren Sattel und fiel auf die lädierten Knie. Sie verlor dabei nicht viel Zeit, hatte anschließend aber offenbar Schmerzen. Kurz danach beeindruckte van Empel jedoch an einer Sandsteigung, die nur sie auf dem Rad bewältigen konnte. In der Folge behinderten zum wiederholten Male in diesem Winter überrundete Athletinnen die besten Crosserinnen.
Auch in der vierten Runde änderte sich das Szenario nicht. Van Empel blieb souverän, hinter Brand übte Verdonschot weiter Druck auf Alvarado aus, die wiederum eingangs der Schlussrunde Brand im Visier hatte. Betsema hatte sich derweil etwas von Worst und Cant abgesetzt.
Im Finale geriet van Empel in den Verkehr der abgehängten Fahrerinnen, die aber gut aufpassten und deshalb für die Niederländerin keine Gefahr darstellten. Alvarado kam mit einem starken Finale in der letzten Kurve noch an Brand heran. Die Ex-Weltmeisterin konnte im Zielsprint aus der ersten Position heraus ihre Landsfrau knapp bezwingen. Dagegen kam Cant nicht nur an Betsema heran, sondern noch vorbei.
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