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27.04.2024 | (rsn) - Knapp ein Monat ist seit dem schweren Sturz bei der Flandern-Rundfahrt vergangen, der für die 32-jährige Marlen Reusser (SD Worx - Protime) schwere Folgen hatte. Ober- und Unterkiefer, die beiden Gehörgänge als auch neun Zähne waren die grausige Bilanz, doch lediglich eine kleine Narbe verrät noch Spuren der Verletzungen im Gesicht der Schweizerin.
"Ich bin selber überrascht, wie schnell ich mich erholen konnte. Andererseits habe ich als Ärztin gleich nach dem Sturz gewusst: Es muss zwar etwas gebrochen sein, aber ich bin nicht ernsthaft verletzt", erzählte die Zeitfahreuropameisterin zuletzt in einer Medienrunde vor dem Start der 10. Austragung der Vuelta Espana Femenina by Carrefour.es, wo sie ihr Renncomeback nach vier Wochen Zwangspause geben wird.
Die Physis sei nun wieder hergestellt und auch die Psyche der Topfahrerin hat keinerlei Schrammen erlitten bei dem Crash, für den sie selbst nichts konnte. "Wer den Radsport betreibt, der muss damit rechnen, dass er stürzt. Aber es gibt Fahrer beider Geschlechter, die gefährliche, unnötige Manöver fahren. Die Unfall-Verursacherin werde ich jedenfalls noch sprechen", erzählte Reusser.
Der Ausfall sei ein nervig gewesen: "Klar war der Frust da im ersten Moment, denn ich war toll in Form." Nun folgt für sie das Comeback in Spanien, wo nach der Vuelta mit der Baskenland- und Burgos-Rundfahrt im Mai zwei weitere Einsätze warten. Für Reusser der Beginn der Olympiavorbereitung für Paris, wo sie speziell im Einzelzeitfahren zu den ganz großen Favoritinnen auf eine Medaille gilt.
"Ich sah meine Ziele in dieser Saison nie gefährdet. Noch bleibt genügend Zeit", erklärte sie mit Hinblick auf das Highlight Ende Juli. Zuerst aber warten die Rennen in Spanien, die Reusser als Training sieht und auch als Check, wo die ihre Form aktuell steht. Am Rad saß sie nach ihrem Sturz übrigens schon wieder früh. Von der Kieferoperation ging es direkt mit dem Freizeitrad nach Hause: "Man soll immer in Bewegung bleiben und nicht im Bett liegen und sich bemitleiden", die mit ihren City-Bike rund eine Stunde locker nach Hause pedalierte.
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