Haftstrafe gegen LKW-Fahrer

Knapp zwei Jahre nach Rebellins Tod: Unfallverursacher verurteilt

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Davide Rebellin (1971 - 2022) | Foto: Cor Vos

15.10.2024  |  (rsn) – Kurz nach seinem Karriereende im Herbst 2022 ist der Italiener Davide Rebellin bei einer Trainingsausfahrt von einem LKW erfasst worden und seinen schweren Verletzungen noch am Unfallort erlegen. Knapp zwei Jahren später ist der LKW-Fahrer, der Rebellin an einer Kreuzung im Gebiet der Gemeinde Montebello Vicentino umgefahren und danach Fahrerflucht begangen hatte, laut italienischen Medien von einem Gericht in Vicenza nun zu einer Haftstrafe von vier Jahren verurteilt worden.

Die Staatsanwaltschaft hatte gegen den mittlerweile 64 Jahre alten Deutschen, der bei der Verhandlung nicht anwesend war, wegen Totschlags und unterlassener Hilfeleistung eine Haftstrafe von fünf Jahren beantragt. "Wir sind einigermaßen zufrieden mit dem Urteil, aber es bringt uns Davide nicht zurück", kommentierte Rebellins Bruder Carlo das Urteil.

Der LKW-Fahrer konnte erst sieben Monate nach dem Unfall, der sich am 30. November 2022 in Rebellins Heimatregion ereignet hatte, in Deutschland festgenommen werden und saß danach in Untersuchungshaft, ehe er das Gefängnis zuletzt wegen gesundheitlicher Probleme verlassen durfte. Laut der italienischen Nachrichtenagentur ANSA sollen seine Anwälte im Februar auf eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und elf Monaten, die in Hausarrest statt Gefängnis zu verbringen sei, plädiert haben.

In der Gerichtsverhandlung soll sich der Unfallverursacher zudem entschuldigt und von einem "Fehler, einer Tragödie" gesprochen haben. "Ich bereue es und werde meine Strafe akzeptieren", wurde er von ANSA zitiert. Laut der Nachrichtenagentur sollte das Urteil bereits am 11. März fallen.

Rebellin hatte erst kurz vor dem Unfall im Alter von 51 Jahren seine Karriere beendet. Seine Abschiedsvorstellung gab der Klassikerspezialist, der insgesamt 62 Siege feierte – darunter das Ardennentriple aus Amstel Gold Race, Flèche Wallonne und Lüttich-Bastogne-Lüttich, das er 2004 als erster Radprofi gewinnen konnte – am 16. Oktober in seiner Heimat bei der Veneto Classic (1.1), die er auf Rang 29 beendete.

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