Niederländerin festigt Superprestige-Gesamtführung

Alvarado auch im Sand am Zilvermeer die Beste

Von Kevin Kempf

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Ceylin del Carmen Alvarado (Fenix - Deceuninck) hat die Superprestige in Mol gewonnen. | Foto: Cor Vos

23.12.2024  |  (rsn) – Einen Tag nach ihrem Sieg beim Weltcup in Zonhoven war Ceylin del Carmen Alvarado (Fenix – Deceuninck) auch im Sand von Mol erfolgreich. Im fünften Lauf der Superprestige baute die Niederländerin ihre Gesamtführung aus, nachdem sie sich in der Vorschlussrunde des Zilvermeer-Cross von Lucinda Brand (Baloise – Trek Lions) abgesetzt hatte.

Die Nationale Meisterin belegte vor der dritten Niederländerin im Bunde, Inge van der Heijden (Corendon – Crelan), den zweiten Platz. Rang vier vier ging an die Belgierin Sanne Cant (Corendon – Crelan), deren Landsfrau Julie Brouwers (Charles Liégeois Roastery) wurde Fünfte.

Als 18-Jährige stand Alvarado 2016 das bisher einzige Mal in Mol am Start. Damals wurde sie Neunte. Acht Jahre später war sie die Beste des Feldes. Nachdem sie den Wettkampf lang kontrolliert hatte, war sie im Finale vor allem aufgrund ihrer Sandtechnik die Beste. Scheinbar ohne ganz tief in den roten Bereich gegen zu müssen, sicherte Alvarado sich ihren neunten Saisonerfolg.

Stefanie Paul, die einzige Deutsche im Rennen, landete auf Rang 33. Die Niederländerin Jamie de Beer vom deutschen Team Heizomat – Herrmann setzte sich vom Start weg in den hinteren Top Ten fest, aus denen sie erst im Finale herausfiel. Sie wurde nicht nur von Yara Kastelijn (Fenix – Deceuninck), die sich nach ihrem zweiten Saisoneinsatz über Platz neun freute, überholt, sondern auch von ihrer Mannschaftskollegin, der Britin Ella MacLean-Howell. Die wurde Zehnte, Beerens überquerte die Ziellinie als Zwölfte.

Nach fünf von acht Superprestige-Läufen führt Alvarado die Gesamtwertung mit zwei Punkten Vorsprung auf Brand an. Sara Casasola (Corendon – Crelan), die vor dem Rennen auf der dritten Position lag, trat in Mol nicht an. Ihre Teamkollegin van der Heijden übernahm Platz drei im Klassement. Die Serie wird am 30. Dezember mit dem Nachtcross in Diegem fortgesetzt.

So lief die Superprestige in Mol:

In Abwesenheit von Marie Schreiber (SD Worx – Protime) erwischte van der Heijden den besten Start. In der ersten schweren Sandpassage löste die Niederländerin sich vom Rest. Kurz vor der ersten Zielpassage kam Brand heran, die kurz dahinter folgende Alvarado schaffte wenig später ebenfalls den Anschluss.

Das Trio tat sich danach nicht weh und nahm die dritte von sechs Runden 42 Sekunden vor Brouwers, Cant und Aniek van Alphen (Reds) in Angriff. Während an der Spitze weiter relative Ruhe herrschte, ließ dahinter die Belgische Meisterin ihre beiden Begleiterinnen hinter sich und nahm mit 51 Sekunden Rückstand auf das Trio um Alvarado die zweite Rennhälfte in Angriff.

Alvarado macht erneut im Sand den Unterschied

In der nächsten Sandpassage blieb van der Heijden stecken und verlor den Anschluss an ihre beiden Landsfrauen. Alvarado machte nun Druck und fuhr im Gegensatz zu ihrer Begleiterin einen Sandanstieg hoch. Brand konnte die daraus resultierende Lücke wieder schließen, stürzte aber beim Laufen in der nächsten langen Sandpassage. Nun konnte die Niederländische Meisterin ihren Rückstand nicht wieder wettmachen, die nächste Zielpassage erreichte sie zehn Sekunden hinter Alvarado.

Damit war das Rennen aber noch nicht entschieden, denn Brand steckte nicht auf. Sie kam bis zur Schlussrunde auf acht Sekunden heran. Van der Heijden dagegen hatte inzwischen 42 Sekunden eingebüßt. Brouwers und van Alphen hatten Cant wieder eingeholt, so dass der Kampf im Platz vier weiter spannend blieb. Dagegen fuhr Alvarado im Finale ihrer Verfolgerin wieder davon und gewann wie am Vortag souverän einen weiterem Sandcross.

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