Sivakov nimmt in Andalusien Van Gils Gelb ab

Clever und smart: Pidcock jubelt in Torredelcampo

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Tom Pidcock (Q36.5) hat die 2. Etappe der Andalusien-Rundfahrt gewonnen. | Foto: Cor Vos

20.02.2025  |  (rsn – Auftaktsieger Maxim Van Gils (Red Bull – Bora – hansgrohe) hat auf der 2. Etappe der 71. Andalusien-Rundfahrt sein Gelbes Trikot abgeben müssen. Der 25-jährige Belgier konnte am letzten Berg des Tages dem Tempo der Besten nicht folgen und wurde über 133,2 Kilometer von Alcaudete nach Torredelcampo Sechster mit 1:10 Minuten Rückstand auf den Briten Tom Pidcock (Q36.5), der sich seinen bereits vierten Saisonsieg im Bergaufsprint vor dem Kolumbianer Brandon Smith Rivera (Ineos Grenadiers) sicherte.

Als Tagesdritter übernahm der Franzose Pavel Sivakov (UAE Team Emirates – XRG) die Führung im Gesamtklassement, in dem er vor der Etappe zeitgleich hinter Van Gils Rang zwei belegt hatte. Der Franzose Clément Berthet (Decathlon AG2R La Mondiale) belegte Rang vier vor dem Spanier Enric Mas (Movistar), der zum Auftakt rund siebeneinhalb Minuten eingebüßt hatte. Dahinter führte Van Gils die erste Verfolgergruppe ins Ziel.

“Heute war es gut, ich bin ruhig geblieben und clever gefahren und jetzt habe ich gewonnen. Gestern war ich nicht enttäuscht, aber ich bin da nicht smart gefahren. Ich habe viel Energie vergeudet und bin zu enthusiastisch gefahren, wenn sie so wollen. Das war mein Fehler, ich war vielleicht auch ein bisschen zu zuversichtlich. Aber man lernt ja aus seinen Fehlern“, sagte Pidcock im Ziel. “Heute lief es im Finale perfekt, ich bin in großartiger Form und es ist sehr schön, dass ich meine Arme in die Luft strecken konnte.“

Der 27-jährige Sivakov führt die Gesamtwertung der Ruta del Sol nun mit 23 Sekunden Vorsprung auf Berthet an, der Auftaktsiebte Pidcock verbesserte sich auf den dritten Platz (+0:32), gefolgt von Van Gils (+1:03) und seinem zeitgleichen Landsmann Tim Wellens (UEA Team Emirates – XRG). 

Für Pidcock ist trotz des Rückstands auch das Klassement noch lange nicht gelaufen, wie er anfügte: “Im Gesamtklassement bin ich zwar 30 Sekunden hinten, aber die Woche ist noch lang. Ich weiß, dass die ersten beiden Etappen die für das Klassement wichtigsten waren, aber das Rennen ist so schwer. Heute hat man gesehen, wie schnell es explodieren kann. Es kann noch alles passieren.“ 

Die letztlich entscheidende Gruppe hatte sich am letzten der drei kategorisierten Anstiege des Tages knapp 40 Kilometer vor dem Ziel formiert und fuhr sich danach einen Vorsprung von rund zwei Minuten heraus, auch wenn Giovanni Aleotti (Red Bull – Bora – hansgrohe) sich in Diensten seines Kapitäns Van Gils vor die zwölfköpfige Verfolgergruppe spannte.

Der Belgier hatte zuvor an der zweiten Überquerung des Alto de Villares (2. Kat.) - und im Gegensatz zum Vortag - passen müssen, als Pidcock attackierte und mit Mas im Schlepptau zum Spitzentrio Sivakov, Berthet und Rivera vorfuhr. Zwar schaffte es Aleotti kurz darauf in die Verfolgergruppe, in die Van Gils nach vergeblicher Aufholjagd zurückgefallen waren. Doch der Italiener erhielt zunächst keine Unterstützung, ehe Thomas Gachignard (Total Energies) sich doch dazugesellte.

Das Streckenprofil der 2. Etappe der Andalusien-Rundfahrt | Foto: Veranstalter

An der Spitze sorgte vor allem Sivakov für Tempo, da er das Gelbe Trikot vor Augen hatte. Auf den letzten Kilometern erhielt der Franzose Unterstützung durch Pidcock, so dass sich am Abstand nichts änderte. Vier Kilometer war es mit der Einigkeit an der Spitze vorbei, als Mas seine Begleiter mit einer Attacke zu überraschen versuchte.

Pidcock schloss die kleine Lücke jedoch schnell, ehe sich die fünf Ausreißer auf dem Weg durch den Zielort beäugten und zu taktieren begannen. Sivakov führte die Gruppe schließlich in die gut einen Kilometer lange Schlussrampe hinein, wo er prompt das Tempo verschärfte. Danach versuchte es Berthet, ehe Pidcock von Sivakovs Hinterrad aus antrat und sich souverän den Etappensieg vor Rivera holte.

Die Verfolger hatten im Finale ihren Rückstand noch um rund 40 Sekunden verringern können. Van Gils entschied den Sprint im Rang sechs für sich, es reichte aber bei Weitem nicht, um sein Gelbes Trikot zu verteidigen.

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