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24.05.2025 | (rsn) – Ihre starke Form hatte Marlen Reusser (Movistar) in den letzten Tagen bereits angedeutet. Auf der 3. Etappe der Vuelta a Burgos Feminas hat sie sie eindeutig untermauert. Nach 95 Kilometern siegte die Schweizerin als Solistin auf dem Picon Blanco. Nachdem die 33-Jährige zu Saisonbeginn die Trofeo Palma hatte gewinnen können, ist es ihr zweiter Saisonsieg. Durch den hat sie auch die Führung in der Gesamtwertung übernommen. Vor dem abschließenden Zeitfahren ist ihr damit auch der Rundfahrt-Sieg kaum noch zu nehmen.
Reusser gewann das Teilstück mit 39 Sekunden vor Yara Kastelijn (Fenix – Deceuninck). Die Niederländerin war bis zur 2000-Meter-Marke die einzige gewesen, die Reusser Paroli bieten konnte. Die verbliebene Favoritengruppe war etwa 4,5 Kilometer vor dem Ziel auseinandergefallen, als Reusser das Tempo verschärft hatte.
Dritte wurde Elisa Longo Borghini (UAE – ADQ), die sich auf den letzten Metern noch ein paar Sekunden Vorsprung auf ihre Begleiterinnen aus einer Fünfergruppe herausgefahren hatte, mit der sie lange gemeinsam unterwegs war. 1:17 Minuten betrug ihr Rückstand am Ende. Dieses Trio führt in dieser Reihenfolge nun auch das Gesamtklassement an. 1:43 bzw. 1:10 Minuten hat Reusser Vorsprung auf die beiden.
“Ich hätte heute nicht attackieren müssen“, sagte Reusser dann auch mit Blick auf die Kräfteverhältnisse im bevorstehenden Zeitfahren. “Aber das Tempo war heute in der Gruppe nicht so hoch. Dann habe ich ein bisschen mehr gegeben und war dann plötzlich weg.“ Ziel sei eigentlich nur gewesen, das Rennen zu kontrollieren, denn “wir hatten so ein starkes Team. Aber: Für so etwas bin ich zu Movistar gewechselt.“
So komisch es klingt, aber auf Reusser wartet morgen nun das erste Einzelzeitfahren seit ihrem Europameistertitel 2023 vor bald zwei Jahren. Dazwischen trat sie nur zweimal mit der Mannschaft im Kampf gegen die Uhr an.
Neben Reusser landeten noch zwei weitere Schweizerinnen in den Top 10 des Tages. Petra Stiasny (Roland) wurde Fünfte, Elise Chabbey (FDJ – Suez) Sechste. Direkt dahinter landete Valentina Cavallar (Arké – B&B Hotels) aus Österreich. Nicht an den Start gegangen war dagegen Antonia Niedermaier (Canyon – Sram – zondarcrypto). Wie ihr Team mitteilte, habe sich die 22-Jährige nicht mehr hundertprozentig gesund gefühlt.
Neben ihrer Führung in der Gesamtwertung hat Reusser sowohl das Punkte- wie auch das Bergtrikot übernommen. Vinke Nienke (Picnic – PostNL) führ das Nachwuchs-Klassement an.
Von Beginn an war das Terrain der Königsetappe der Vuelta a Burgos Feminas wellig. Mehrere Spitzengruppen formierten sich unterwegs. Länger vorne konnte sich aber nur eine siebenköpfige Formation um Silvia Zanardi (Human Powered Health), Alison Jackson (EF Education – Oatly) und Crosserin Annemarie Worst (Fenix – Deceuninck), die sich etwa 60 Kilometer vor dem Ziel der Etappe gebildet hatte.
Das Profil der 3. Etappe der Vuelta a Burgos Feminas | Grafik: Veranstalter
Den Schlussanstieg sah die Gruppe aber trotz bis zu zwei Minuten Vorsprung nicht mehr. Am “Aufwärm-Anstieg“ der 3. Kategorie kurz davor fiel alles auseinander. Das ebenfalls bereits ausgedünnte Hauptfeld sammelte die ersten Frauen ein, während Anastasiya Kolesava (Canyon – Sram – zondarcrypto) sich die Bergpunkte sicherte. Auf einer Zwischensteigung war dann aber auch für sie und ihre drei verbliebenen Begleiterinnen Schluss.
Movistar und FDJ – Suez bestimmten das Tempo im Berg und siebten das Feld weiter aus, sechs Kilometer vor dem Ende waren noch zehn Fahrerinnen an der Spitze. Ottestad musste bei noch 4,4 zu fahrenden Kilometern reißen lassen, als Reusser das Tempo nochmal verschärfte. Die Schweizerin löste sich damit auch vom Rest der Gruppe, nur Kastelijn konnte folgen.
2000 Meter vor dem Ende ließ Reusser dann auch Kastelijn hinter sich, ohne auch nur einmal aus dem Sattel zu gehen.
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