RSN-Rangliste der Frauen, Platz 46 bis 48

Multidisziplinäre Punktesammlerinnen von Bräutigam bis Waldhoff

Foto zu dem Text "Multidisziplinäre Punktesammlerinnen von Bräutigam bis Waldhoff"
2024 war Messane Bräutigam Vize-Europameisterin im Straßenrennen - dank ihres starken Sprints. | Foto: Cor Vos

29.11.2025  |  (rsn) – 56 Frauen haben mit dem neuen, für beide Geschlechter einheitlichen Punktesystem den Sprung in die RSN-Jahresrangliste 2025 geschafft. Wir stellen sie alle in den letzten Wochen des Jahres vor – und analog zu den Männern rund die Hälfte der Platzierten jeweils mit einem eigenen Text, die zweite Hälfte zusammengefasst in kurzen Absätzen.

Los geht es mit den Positionen 48 bis 56, von Bahn-Vizeweltmeisterin Messane Bräutigam bis zur für das belgische Club-Team KDM – Pack fahrenden Lea Waldhoff.

Die Plätze 48 – 56 der RSN-Jahresrangliste der Frauen 2025:

48. Messane Bräutigam (AG Insuance – Soudal U23), 1,5 Punkte
Multidisziplinär ausgebildet gehört Messane Bräutigam zu den derzeit größten Talenten im deutschen Radsport. Auf der Straße war die 19-Jährige, die 2024 zum Vize-EM-Titel der Juniorinnen gesprintet war, 2025 für das auf Kontinental-Niveau gemeldete U23-Team von AG Insurance – Soudal unterwegs und holte sich schon im März beim Midwest Cycling Classic (1.2) mit Platz acht ihre 1,5 Punkte für die RSN-Jahresrangliste. Insgesamt bestritt sie übers Jahr auf UCI-Level sieben Eintagesrennen sowie die dreitägige Polen-Rundfahrt. Dazu kamen einige nationale Rennen in Deutschland und Belgien, wobei sie auch ein paar Siege feiern durfte. Mehr im Fokus aber stand Bräutigam auf der Bahn, wo sie U23-Europameiterin im Scratch sowie im Madison wurde und im Oktober bei ihrem Elite-WM-Debüt direkt Silber mit dem Verfolgungs-Vierer gewann.

48. Hannah Kunz (UAE Development Team), 1,5 Punkte
Als Deutsche Doppelmeisterin der U19 und auch WM-Sechste im Einzelzeitfahren empfahl sich Hannah Kunz in der Saison 2023 für die Elite – und bekam auch ein sehr interessantes Angebot: Sie unterschrieb beim UAE Development Team und hat dort nun zwei Jahre hinter sich. 2024 wurde sie unter anderem Deutsche U23-Meisterin und machte so prompt den nächsten Schritt. 2025 nun bestritt Kunz im Frühjahr und Herbst bereits einige belgische und französische Halbklassiker als Gastfahrerin im WorldTour-Kader. Als Dritte der U23-Zeitfahrmeisterschaften und durch ihr Mitwirken am zweiten Platz des UAE-Teams im Teamzeitfahren der Toskana-Rundfahrt schaffte sie den Sprung ins RSN-Ranking. Wie es 2026 für Kunz weitergeht, ist noch nicht offiziell bestätigt.

50. Jette Aelken (Torelli), 1 Punkt
Eine Deutsche in Stars and Stripes? Ja: Jette Aelken ist in diesem Jahr US-Collegemeisterin geworden und darf daher das Meistertrikot auf der anderen Seite des Atlantiks tragen. Ursprünglich mehr auf dem Montainbike beheimatet, fokussiert sich die 22-Jährige inzwischen mehr und mehr auf die Straße. Sie absolvierte im Sommer zwei UCI-Rennen mit dem irischen Club-Team Torelli in Europa und bestritt auch mehrere nationale Rennen in Deutschland sehr erfolgreich. Ihren Punkt für die RSN-Rangliste sicherte sie sich als Dritte der Deutschen U23-Meisterschaften hinter Linda Riedmann und Selma Lantzsch. Bei der Elite fuhr sie neben Lisa Klein und Clara Koppenburg als 17. ins Ziel.

50. Maité Barthels (CT Atertdaul), 1 Punkt
Nachdem sie in den Nachwuchskategorien stets neben der inzwischen in der WorldTour fahrenden Nina Berton auf dem Podium bei Luxemburgischen Meisterschaften stand, ist der 24-jährigen Maité Barthels das nun auch bereits zwei Mal bei der Elite gelungen. Wie 2024 wurde sie auch 2025 erneut Meisterschafts-Dritte im Kampf gegen die Uhr. Das bescherte Barthels einen Punkt auch im RSN-Ranking.

50. Malou Bollig (CT Atertdaul), 1 Punkt
Die 22-jährige Luxemburgerin Malou Bollig ist sowohl auf dem Mountainbike als auch dem Crossrad und dem Straßenrad aktiv. International trat sie auf der Straße bislang nicht in Erscheinung, doch der dritte Platz bei den Luxemburger U23-Meisterschaften im Zeitfahren hat ihr einen Platz in unserer Jahresrangliste gesichert – auch wenn ihr Rückstand zu Siegerin Liv Wenzel dort fast sieben Minuten betrug.

50. Jana Gigele (Cookina Graz), 1 Punkt
Zehn Jahre nachdem sie bereits als Alpine Skirennläuferin einen Österreichischen Meistertitel feiern durfte, ist die inzwischen 28-jährige Tirolerin 2025 zur Österreichischen Meisterin im Gravel Racing geworden – im Rahmen des World Series-Rennens am Wörthersee, bei dem sie insgesamt auf Rang sechs landete. Jana Gigele bestreitet Straßenrennen für das Club-Team Cookina Graz, fährt aber auch Radmarathons und zeigt sich in der Gravel-Szene, wo sie im Sommer auch Siebte beim World-Series-Rennen La Monsterrato in Italien wurde. Ihren Punkt fürs RSN-Ranking hat sie aber schon im März ergattert: als Neunte beim UMAG Classic Ladies (1.2) in Kroatien.

50. Anna Kofler (ohne Team), 1 Punkt
Radsport als Lebensstil: Diese Beschreibung passt wohl perfekt zur Grazerin, die bei Ultra-Events wie bei Radmarathons bestens bekannt ist. Im Straßenrennsport konzentriert sich Kofler inzwischen hauptsächlich aufs Zeitfahrrad, mit dem sie 2023 und 2024 bereits auf dem Podium bei den Österreichischen Meisterschaften gelandet ist. 2025 nun verpasste sie das zwar, doch auch ein vierter Platz im Kampf gegen die Uhr bei der ÖM war einen Punkte für unsere Jahresrangliste wert.

50. Johanna Martini (Union Raiffeisen Radteam Tirol), 1 Punkt
Die Österreichische Junioren-Meisterin von 2022 war bei der Elite zunächst zwei Jahre für das Hess Cycling Team unterwegs, erlebte dort 2024 aber ein sportlich schwarzes Jahr und schloss sich für 2025 dem einheimischen Club-Team Union Raiffeisen – Tirol an. Auf besonders viele Renntage kam sie zwar auch in dieser Saison nicht, doch der dritte Rang bei den U23-Meisterschaften ihres Landes, die im Rahmen der Vier-Länder-Meisterschaften von Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz ausgefahren wurden, reichte für den Sprung ins RSN-Ranking.

56. Lea Waldhoff (KDM – Pack), 0,25 Punkte
Nachdem sie in beiden Junioren-Jahren, 2019 und 2020, jeweils Dritte bei den Deutschen U19-Meisterschaften geworden war, hat sich die Allgäuerin 2023 beim niederländischen Club-Team Talent Cycling mit nationalen Rennen für einen Konti-Vertrag bei GT Krush – Rebellease empfohlen. Dort fuhr sie ab Sommer 2023 für anderthalb Jahre. 2025 aber ging es zurück auf Club-Level mit dem belgischen Team KDM – Pack, mit dem sie trotzdem einige UCI-Rennen bestritt. Für die RSN-Jahresrangliste qualifizierte sie sich mit einem dritten Platz ihrer Mannschaft im Teamzeitfahren der Tour de Feminin (2.2) im Mai in Tschechien.

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