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28.04.2026 | (rsn) – Mit seinem ersten Sieg seit dreieinhalb Jahren hat Iván Sosa (Equipo Kern Pharma) die Gesamtführung bei der 61. Türkei-Rundfahrt (2.Pro) übernommen. Der 27-jährige Kolumbianer sicherte sich die 3. Etappe über 132,7 Kilometer von Marmaris zur Bergankunft in Kiran nach einer Attacke rund fünf Kilometer vor dem Ziel, das er neun Sekunden vor dem zweitplatzierten Australier Sebastian Berwick (Caja Rural - Seguros RGA) erreichte.
Dritter wurde mit 15 Sekunden Rückstand der Franzose Nicolas Breuillard (TotalEnergies), gefolgt vom Italiener Alessandro Fancellu (MBH Bank / +0:26) und dem Belgier Kamiel Bonneu (Solution Tech / +0:30). “Ich bin sehr glücklich, ich hatte eine schwere Zeit, vor allem wegen Verletzungen. Ich muss mich bei all den Leuten bedanken, die mir weiter vertraut haben“, sagte Sosa im Ziel-Interview.
Bester der beiden Deutschen war Jannis Peter (Unibet – Rose Rockets), der 1:16 Minuten hinter dem Tagessieger das Ziel erreichte. Emanuel Buchmann (Cofidis / +2:30) verlor bei Sosas Attacke den Anschluss an die Spitzengruppe und kam nicht über Rang 23 (+2:30) hinaus.
Nach der ersten der beiden Bergankünfte der Türkei-Rundfahrt liegt Sosa im Gesamtklassement 13 Sekunden vor Berwick und derer 21 vor Breuillard, Peter folgt auf Rang 16 (+1:26), Buchmann (+3:51) belegt den 32. Platz.
Am dritten Tag der Türkei-Rundfahrt stand die erste Bergetappe im Programm, auf der zur Rennmitte der erste von zwei kategorisierten Anstiegen zu bewältigen war. Die Bergwertung der 1. Kategorie sicherte sich nach 61 Kilometern der Kasache Rudolf Remkhi (Mugla Büyüksehir). Weder davor noch danach konnten sich Gruppen für längere Zeit lösen.
Am Fuß des neun Kilometer langen und 9,7 Prozent steilen Schlussanstiegs ging Sergio Samitier (Cofidis) in die Offensive, doch TotalEnergies holte den Spanier bereits 6,7 Kilometer vor dem Ziel wieder zurück und dünnte mit beständig hohem Tempo das Feld schnell aus.
Das Streckenprofil der 3. Etappe der Türkei-Rundfahrt | Foto: Veranstalter
Eingangs der letzten fünf Kilometer hatten Jegats Helfer aber keine Antwort, als Iván Sosa (Equipo Kern Pharma) davonzog. Der Belgier Kamiel Bonneu (Solution Tech), der kurz zuvor das Tempo erhöht hatte, und Jegat versuchten vergeblich, die Lücke zum Kolumbianer zu schließen, Buchmann verlor sogar den Anschluss an die Gruppe und büßte damit die Chance auf den Tagessieg ein.
An der 3-km-Marke betrug Sosas Vorsprung auf Bonneu 13 Sekunden – im oberen, bis zu 16 Prozent steilen Teil des Anstiegs packte der frühere Ineos- und Movistar-Profi zwischenzeitlich noch 20 Sekunden drauf, um sich überlegen seinen ersten Sieg im Trikot von Equipo Kern Pharma zu sichern.
Das stärkste Finale zeigte aber Berwick, der auf den letzten Metern noch bis auf neun Sekunden an den Etappensieger herankam und Zweiter wurde. Breuillard sprang für seinen schwächelnden Kapitän Jegat in die Bresche und belegte Rang drei. Der Tour-Zehnte von 2025 wiederum kam 55 Sekunden hinter Sosa als Neunter ins Ziel.
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